Eigene Trigger erkennen – warum eine gesunde Selbstregulation im Umgang mit unseren Kindern notwendig ist

Shownotes

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00:00:00: Dann starten wir mal mit der nächsten Folge.

00:00:02: Martina, ich bin wieder bei dir!

00:00:04: Ich freue mich... Wir haben das letzte Mal über den großen Schritt der Einschulung gesprochen.

00:00:10: Über die bedürfnisorientierte Einschülung und darüber was Kinder da durchmachen.

00:00:14: Und ich bin jetzt wieder hier weil du hast eine Sache gesagt nämlich dass man die eigenen Triggerpunkte oder die Trigger punkte aus der eigenen Kindheit unbedingt erkennen muss mein eigenes Kind zu unterstützen.

00:00:29: Und das ist der Grund, warum wir jetzt hier wieder zusammensitzen!

00:00:32: Ich möchte heute mit dir über die Selbstregulation sprechen.

00:00:36: Selbstregulationen der Eltern?

00:00:38: Warum ist da so wichtig?

00:00:39: Wie erkenne ich was ein Träger ist?

00:00:42: denn der Begriff wird ja mittlerweile relativ inflationär verwendet.

00:00:45: Das ist ja alles ein Trigger.

00:00:47: Wie erkenne ich was'n Trägger is', wo er her kommt und noch viel wichtiger wie... Krieg ich es hin?

00:00:53: Das ist mich nicht mehr, Trigger.

00:00:54: Darüber reden wir heute!

00:00:55: Herzlich willkommen zurück, liebe Martina.

00:00:57: Vielen Dank, dass ich wieder da sein darf und du bei mir bist.

00:01:02: Genau

00:01:02: das du bei dir bist, ist wunderschön.

00:01:07: Mami was

00:01:08: warst du?

00:01:09: Hey Psst seid ihr leise.

00:01:11: hier wird jetzt getalkt

00:01:14: in

00:01:14: Wassen Kinderkram dem Joy Podcast mit mir Eurer Ellie So, ich habe es eben schon angekündigt.

00:01:20: Wir hatten in unserem ersten Podcast über die bedürfnisorientierte Einschulung haben wir hast du eine Sache gesagt nämlich die Trägerpunkte selbst erkennen.

00:01:28: Es ging so ein bisschen um diese Situation die Du beschrieben hast dass man mit dem eigenen Kind zum Beispiel Hausaufgaben macht oder lernt und da zb auch relativ schnell ungeduldig und möglicherweise auch ein kleines bisschen wütend und laut wird obwohl man's nicht will.

00:01:45: Wieso ist es so wichtig, dass wir selbst erst mal erkennen was uns triggert damit wir unser Kindbedürfnis orientiert begleiten können?

00:01:55: Ja es ist eben so wenn wir ihn selber gut kennen und wissen oh immer wenn ich mit meinem Kind zum Beispiel Hausaufgaben mache dann gerate ich vollkommen aus der Fassung.

00:02:06: Dann hängt es irgendwie damit zusammen, dass ich wahrscheinlich in meiner eigenen Kindheit beim Lernen irgendwas erfahren habe was verletzend war, was schwierig war.

00:02:14: Wenn ansonsten würdest du da nicht so ausrasten?

00:02:17: Ja dann würde vielleicht eine andere Person sagen also objektiv gesehen ist das doch gar nicht so dramatisch.

00:02:22: ja nur ein Trigger erkennt man eben immer daran.

00:02:24: oder so triggerpunkte wenn die eigene Reaktion ziemlich groß ist.

00:02:29: ja obwohl's vielleicht objektive gesehen gar nicht zu dramatisch ist.

00:02:32: Also, und aus der Kleinigkeit wird dann eigentlich wie so ein riesiger Vulkan genommen.

00:02:36: Man reagiert über und vor allem auch man kann sich selbst da nicht mehr stoppen.

00:02:40: also man kann keine Brücke mehr zwischen Reiz- und Reaktion bauen.

00:02:43: ja man reagiert und denkt sich danach oh mein Gott ich habe ja voll geschrien oder mich hab was gesagt was ich überhaupt nichts sagen wollte.

00:02:50: das heißt man schadet wie auf Autopilot und es übernimmt im Gehirn so ein bestimmter Teil in dem Moment sozusagen des Steuer Und man spricht da von der Amygdala.

00:03:00: Das ist so das Alarmsystem des Gehirns und die Amygdarla, genau.

00:03:04: Die reagiert dann wie so eine Sirene im Gehirn, die reagiert weil man an irgendetwas erinnert wird was aus der eigenen Geschichte heraus schmerzhaft war.

00:03:15: Okay nicht schön?

00:03:16: Gar nichts schön.

00:03:16: nee es könnte zum Beispiel sein.

00:03:18: und sich mal hat ein Beispiel Man hat als Kind gelernt dass man immer funktionieren muss beim Lernen und man wurde nur geliebt, wenn man geleistet hat.

00:03:26: Wenn man keine Fehler gemacht hat.

00:03:28: Jetzt haben wir ganz viele so erlebt in der eigenen Kindheit das man perfekt sein musste.

00:03:32: und wenn dann das eigene Kind Fehler macht kann man sich immer vorstellen die kleine Version von einem selbst sitzt in der Situation mit dabei.

00:03:40: ja also nehmen mal die Kleine alle sitzt dabei du machst mit deinem Kind hier Hausaufgaben.

00:03:45: Und dann frage ich oft auch in Beratungen oder meine Eltern die ich so digital begleite was würde dieses kleine kind jetzt sagen Wenn sich das Kind zum Beispiel weigert oder wenn es kein Bock hat, oder sagt ich mache die Hausaufgaben überhaupt nicht.

00:03:58: Dann antwortet oft das eigene innere Kind oder dieses Kind Ich von dem ich oft spreche Ja also kannst du dich nicht aufführen?

00:04:04: Das ist gefährlich da wird man bestraft.

00:04:06: Oder wie fühlst Du Dich eigentlich auf?

00:04:07: Ich muss dir als kind auch funktionieren.

00:04:09: Das heißt das sind dann oft so diese Dinge sie sich dahinter verbergen Und das ist der Grund, warum man selbst so stark reagiert.

00:04:15: Weil da einfach die eigene Verletzung wieder hochkommt von früher.

00:04:19: Natürlich alles auf unbewusster Ebene ja?

00:04:21: Jeder würde sagen oder manche sagen vielleicht was für ein Psycho-Scheiß.

00:04:25: nur ganz ehrlich dass ich weiß wirklich seit so langer Zeit, dass genau diese Dinge sich dahinter verbergen.

00:04:30: und wenn man hinschaut und es erkennt kann ich eben damit umgehen und merken oh, da kommt gerade wieder die Wut!

00:04:35: Das ist eine alte Wut von früher.

00:04:37: Also ich sage auch gerne, wenn man keine Farbe nimmt für die Wut.

00:04:39: Das ist die rote Wut von früher ja und die weiße Wut heute das ist die angemessene.

00:04:44: Ja Wenn man einfach mal sauer ist, wenn ein Kind vielleicht was sagt Was über eine Grenze geht oder so Dann mache ich dann oft auch gern so Übungen mit Eltern Die helfen die Alten von den neuen Gefühlen zu trennen.

00:04:55: Ich finde es aber erstmal schon schwierig.

00:04:56: also Man weiß ja eigentlich also man hat jetzt Hausaufgaben gemacht So und dann ist man irgendwie laut geworden weil man da gibt's ja auch Da gibt es ja auch auf Instagram so einen Papa, der mit seinem Sohn Mathe übt.

00:05:09: Und er legt ihm so sechs Äpfel hin und sagt ok zählt die Äpfle wir haben sechs Äpfe okay gib mir drei!

00:05:17: Okay wie viele Äpfels sind übrig?

00:05:20: Drei, also was ist sechs minus drei?

00:05:22: und der Junge sagt zwei.

00:05:25: Und ich glaube wir finden uns jetzt gerade alle wieder.

00:05:28: Alle Eltern die... Alle

00:05:30: lachen grad wenn zuhören.

00:05:31: Ja!

00:05:32: Wir finden uns auch alle wieder weil wir einfach Zuhause sitzen, wenn wir Schulkinder haben und man kommt ja an den Punkt und ich erkenne dann schon richtig blöd reagiert grade.

00:05:46: Ich weiß das ja

00:05:47: und trotzdem

00:05:49: Gelingt es vielen Eltern ja nicht, nicht wieder in diese Situation zu rutschen?

00:05:54: Ja.

00:05:55: Wir erkennen sie und also diese Amygdala oder

00:05:58: wie sehr die Alarmsysteme

00:05:59: dieses Alarmsysteme...

00:06:01: Einerseits von der Bindungsakademie hat man diesen Satz geprägt Tatü-Tataramygdalar.

00:06:04: so kann man sich das ganz gut merken.

00:06:06: Achja!

00:06:06: Da

00:06:06: kommt die Tatü Tataramgygdalar übernimmt die Kontrolle über

00:06:09: mich

00:06:10: und wird total ich werde hier zu so einem Tasmanischen Deutel mehr total

00:06:15: wütend

00:06:17: Aber die kommt ja wieder.

00:06:18: Ich weiß, es war blöd und ich entschuldige mich für möglicherweise dann auch als Eltern bei meinem Kind und sagt das ist richtig blöd gelaufen.

00:06:25: Und dann zwei Tage später sitzen manche Eltern wieder da uns kommen wieder.

00:06:29: Das hat mit der fehlenden Selbstregulation tatsächlich zu tun denn viele von uns haben in ihrer eigenen kindheit keine Regulation, keine Co-Regulation erfahren.

00:06:39: Also Co-Regulation ist das was bedürfnisorientierte Eltern heute machen.

00:06:42: man bleibt beim Kind, man versucht die Gefühle mit dem Kind gemeinsam auszuhalten für das Kind da zu sein.

00:06:49: alle Gefühlen dürfen da sein ja auch Wut und auch Traurigkeit nicht nur irgendwie Freude oder Zufriedenheit.

00:06:54: und viele von uns haben hat gelernt dass Wut oder vielleicht auch Genervtsein weggedrückt werden müssen.

00:07:00: Und so macht man es dann in den Momenten auch.

00:07:02: Man versucht eigentlich diese Wut loszuwerden gegen die Wut und dadurch wird sie noch stärker.

00:07:07: Anstatt zu sagen, hey, innerlich ich bin gerade wütend das ist grad herausfordernd da sind doch drei Äpfel hier sieht doch jeder Depp so ungefähr.

00:07:17: Das ist dann in dem Moment möglich.

00:07:20: wenn du eine gute Selbstregulation hast kann man zum Glück daran arbeiten wirklich immer die Möwe zu machen also wie so ne Möhe über die Situation zu fliegen und zu schauen was da so grade passiert und eine Brücke zwischen Reiz und Reaktion zu bauen um dann absichtsvoll zu reagieren und statt einfach irgendwas rauszuhauen.

00:07:38: Ja?

00:07:39: Und das ist eigentlich auch die Definition von Selbstregulation, man reguliert sich erst mal selbst und es kann man allerdings viel besser wenn man als Kind jemand hatte der einen selbst co-reguliert hat.

00:07:49: also das heißt wenn ich heute mein kind mit rohe begleite und sage okay Puh, die Aufgabe scheint irgendwie schwieriger zu sein.

00:07:58: Da müssen wir jetzt mal eine Pause machen oder so.

00:08:00: Aber

00:08:01: du darfst probieren es mit Kartoffeln?

00:08:02: Ja, vielleicht liegt's an dem Äpfel.

00:08:05: Wir nehmen irgendwas in den Gummibärchen und mit denen klappt auch sonst alles.

00:08:11: Dann sind die Weichen dafür gestellt dass mein Kind später ruhig bleibt wenns die Hausaufgaben

00:08:18: wenn ich genau mich darin übe, gut kurz zu regulieren.

00:08:22: Genau und da ist halt die Basis die eigene Selbstregulation.

00:08:25: das ist das Schwierige daran.

00:08:27: Man kann auch ganz schön viel Druck auslösen nur da kommt auch gleich wieder das Mitgefühl rein weil Menschen die eben sehr schnell sage ich mal wie ein Vulkan aus sich rausbrechen haben oft als Kindes nicht bekommen.

00:08:39: deswegen darf man mit sich eigentlich sehr weich sein wenn man nicht so eine gute Selbstregulation hat Wenn man vermutlich Eltern hatte Entweder viel Druck ausgeübt haben, die selber viel geschrien haben.

00:08:49: Die selber keine gute Regulation hatten.

00:08:51: Das heißt eigentlich darf man dann sich erst mal selbst liebevolle in den Arm nehmen und sagen das hätte ich als Kind gebraucht.

00:08:56: es hat mir verdammt nochmal gefehlt!

00:08:58: Und jetzt fällt's mir wieder schwer mit meinem eigenen Kind.

00:09:00: Das ist halt so blöd weil sich das alles wiederholt und irgendwann der sogenannte Cyclebreaker sein darf.

00:09:06: Ja sein darf genau.

00:09:08: Jetzt hört sich das ja aber erstmal relativ easy an.

00:09:10: okay gut ihr flippt aus ok kein Thema dann reguliert euch jetzt mal selbst.

00:09:18: Genau, wenn das so einfacher

00:09:19: ist?

00:09:19: Wollte ich gerade sagen es ist ja nicht so einfach dass das in der Theorie hört sich das ganz gut an.

00:09:23: und aber jetzt brauche ich es konkret.

00:09:26: jetzt musst du uns allen sagen Wenn ich ein Typ bin der wirklich gestresst ist durch die Hausaufgaben oder bei dem sich der Druck vom Kind auch eins zu eins irgendwie überträgt und man selber so diesen Druck richtig spürt, wenn die Hausaufgaben-Situation zu Hause.

00:09:42: Und das ist mir wirklich glaube ich der wichtigste Punkt, wenn sie echt immer richtig blöd läuft.

00:09:46: Wir haben im ersten Podcast gesagt Bindung vor Bildung ja

00:09:50: genau

00:09:50: und da möchte ich ganz gerne unbedingt ganz explizit drauf eingehen Wenn Zuhause die Haus Aufgabensituation oder Lernsituation mit meinem Grundschulkind einfach echt immer Schaffe ich es mich selbst zu regulieren wie funktioniert ist, dass sich diesen Trigger wirklich auch identifiziere.

00:10:10: Und ich sage mal jetzt bekämpfe auch wenn sie total bekämpfen ist der falsche Begriff.

00:10:16: Sachen oder

00:10:17: damit umgehen.

00:10:18: Das ist das

00:10:19: eigentlich nicht weg gehen die verletzten Erfahrungen der Kindheit gemacht hat ja sondern wird immer wieder kommen.

00:10:24: Das wird manchmal so ein gewissen Versprochen und dann heilst du deinen Trigger oder dein inneres Kind.

00:10:30: davon kann man nicht ausgehen weil Es ist einfach so, es ist im Unterbewusstsein da.

00:10:35: Man kann nur lernen gut damit umzugehen und rechtzeitig zu reagieren.

00:10:38: Und jetzt gleich vorab – ich gebe gleich ganz viele praktische Tipps!

00:10:41: Nur...es ist eigentlich ein ganz langwieriger Prozess.

00:10:44: also Selbstregulationen zu lernen kann man nicht indem man diese Podcastfolge angehört hat.

00:10:48: ja deswegen habe ich zum Beispiel über eine Jahreskurs zur inneren Kinderbeit und Selbstregulation weil dich fest überzeugt bin mindestens in den Jahr braucht man um da reinzuwachsen.

00:10:57: Nur es hilft auf jeden Fall schon mal, die Tipps, die ich jetzt gebe um einfach vielleicht akut erstmal zu gucken.

00:11:02: Vielleicht hilft das ja auch schon.

00:11:04: da ist es wichtig auf drei Ebenen zu arbeiten.

00:11:06: wir fangen an mit der körperlichen Ebene weil es so dass das Nervensystem in dem Moment wenn man zum Beispiel laut schreit komplett dysreguliert ist und deswegen können wir auf der Körperebene im Allermeisten erreichen Das ist ziemlich cool.

00:11:19: also achtzig Prozent kann man sich so grob merken.

00:11:21: Ja ist der Körper Das reguliert heißt, dass mein Nervensystem komplett frei dreht.

00:11:28: Dass ich total unruhig bin und angespannt bin – ich merke die Brust zieht sich zusammen, der Atem wird schneller, der Kiefer ist angespannt, die Schultern sind hochgezogen….

00:11:37: Ja das Nerven-System setzt dich hier zusammen aus dem Gehirn und hinten einen Rückenmark und es bedeutet einfach, dass da alles aus einem Gleichgewicht geraten ist.

00:11:45: Und man dem Gehören wieder signalisieren muss du bist in Sicherheit!

00:11:49: Und das geht am besten, wenn wir den Gehirnsignalisieren zum Beispiel durch ruhige Atmung indem wir die Schultern wieder lockern lassen.

00:11:56: Indem wir ganz bewusst den Körper ausschütteln ja?

00:12:00: Das oder kaltes Wasser über die Arme laufen lassen.

00:12:04: diese Dinge helfen extrem weil der Körper ganz schnell dann dem Gehirn sendet du bist in Sicherheit Du kannst wieder runterfahren Ja?

00:12:11: Du bist hier gerade nicht in der Situation aus der Kindheit wo du keine Fehler machen durftest sondern du bist hier grad inne Ganz entspannten Situation, du kommst da raus.

00:12:20: Ja?

00:12:20: Das ist das Wichtigste Körper Ebene so.

00:12:22: Zweite Ebene ist die emotionale Ebene.

00:12:26: Wichtig ist die Gefühle, die da sind erst mal überhaupt im Körper wahrzunehmen.

00:12:31: also ich merke zum Beispiel meine Wut is immer in der Brust.

00:12:34: viele wissen gar nicht wo es eigentlich mein Gefühl habe

00:12:36: ich mir auch noch

00:12:37: nie Gedanken

00:12:37: gemacht

00:12:38: oder immer wenn ich diese Wut oder diesen Fruckspiel merke ich wieses wie ein Kloß im Hals ja oder ich merkt dass wird zu heiß überall.

00:12:47: Dann kann ich diese Körperempfindung stärken und weiß immer, wenn es mir zum Beispiel heiß wird.

00:12:52: Ja, dann kommt gleich der Wutausbruch bei mir.

00:12:54: Dann schrei ich

00:12:54: gleich.".

00:12:55: Das heißt auch ganz bewusst die Körperwahrnehmung trainieren damit dich dann vielleicht rausgehen kann und mir kaltes Wasser ins Gesicht über die Arme laufen lassen kann.

00:13:04: Ah

00:13:04: wie so ein Frühwarnsystem

00:13:05: sozusagen.

00:13:06: also wenn mir irgendwie heiß wird oder was du eben beschrieben hast wenn die Brust der Atem schwerer geht das ist wie so einen Frühwahrensystem?

00:13:12: Das ist

00:13:12: für die emotionale Ebene genau und

00:13:15: dann auf die körperliche Direkt gehen dass

00:13:16: man da Ah

00:13:18: ja,

00:13:18: genau.

00:13:19: Und auch dann zu sagen ich darf mich hier zu fühlen weil viele erlauben sich nicht büten zu sein.

00:13:25: Viele denken dann ich muss jetzt hier cool bleiben und es wird ja auch immer verlangt Eltern sollen ja immer der sichere Hafen sein.

00:13:31: nein man darf denn zum Beispiel auf Toilette gehen sich kaltes Wasser mit die Arme laufen lassen den Spiegel schauen und sagen so und ich darf jetzt auch genervt sein da ist waren drei Äpfel Ja, zum Beispiel.

00:13:44: Oder ich darf jetzt auch wütend sein weil ich durfte als Kind halt keine Fehler machen oder mich hat niemals beim Lernen begleitet.

00:13:50: Jetzt setze ich mich schon dahin und mach das mit den sechs Äpfeln ja?

00:13:53: Und am Ende sagt er immer noch zwei dass man wirklich sich selber auch diese Empathie schenkt und da habe ich älterlich Begleite.

00:14:00: die haben also Sprachnachrichten die sie sich vorher eingesprochen haben die Sie sich dann abhören.

00:14:06: Also da ist dann so was drauf, wie zum Beispiel du darfst dich jetzt fühlen.

00:14:09: Das ist okay!

00:14:10: Du hast als Kind das nicht gedurft oder das hat dir gefehlt.

00:14:13: Du bist gut so wie du bist auch wenn du dich jetzt gerade so fühlst und es ist wie ein Selbstdialog dann.

00:14:19: Genau, eine Strategie die ich zum Beispiel in meiner Arbeit anlände.

00:14:22: Ich bin zuerst

00:14:22: mal ein bisschen eignen,

00:14:24: aber okay.

00:14:25: Es ist erstmal ein bisschen befremdlich, aber es ist diese Selbsteinfühlung sich selber... eine liebevolle innere Stimme sich zu schenken.

00:14:34: Das können ja die wenigsten.

00:14:36: Es ist eigentlich nichts anderes, wenn ich mit einer guten Freundin rede.

00:14:38: Wenn ich die anrufen würde, würde sie aussagen.

00:14:40: Ich glaube das war sicher super stressig für dich und diese liebevoll freundin sich selbst zu sein.

00:14:47: Das ist ganz schwer!

00:14:49: Und drum gibt es diese Sprachnachrichten.

00:14:50: Okay, also merkt euch einfach ein paar Audio-Aufnahmen schon mal auf euer Handy?

00:14:56: Genau.

00:14:57: und dann die dritte Ebene ist die kognitive Ebene dass man sich zum Beispiel einen Glaubenssatz oder so auf sagt wie so ein Mantra.

00:15:03: Also ich stehe da im Bad, lasse das kalte Wasser über die Arme laufen, bin kurz vorm Ausflippen, schenke mir selbst Einfüllung und dann sage ich mir sowas wie Ich Bin Die Erwachsene und ich gehe da jetzt wieder zurück.

00:15:13: Ich bin gut so wie ich bin, auch wenn ich jetzt vielleicht gerade die Nerven verloren habe.

00:15:22: Also auch da darf man sich wie so ein Mantra noch mal sagen.

00:15:25: Ich frag mich immer oder ich hab manchmal das Gefühl mir selbst zu glauben also dass man sich da so ein bisschen...ich möchte nicht sagen lächerlich dabei vorkommt aber ich finde es mit den Mantras so manchmal ein bisschen schwierig weil ich mir manchmal selber nicht glaube.

00:15:45: Das kommt daher, weil in deinem System wahrscheinlich diese Glaubensüberzeugung als Kind ja als Unbar abgetan wird.

00:15:52: Also es ist wie so ein Denkfehler den du eigentlich hast.

00:15:55: Man hat vielleicht gelernt ich darf keine Fehler machen und wenn du dir dann sagst ich darf Fehler machen denkst du was für ein Scheiß.

00:16:01: das habe ich ganz anders gelernt.

00:16:03: Das ist eigentlich wie eine Autobahn die über so viele Jahre befahren wurde.

00:16:07: natürlich nimmst du dann immer automatisch diese Autobahnen anstatt irgendwie dir selbst einmal zu glauben Ich darf Fehler machen, anstatt ich darf keine Fehler machen.

00:16:16: Und wie überschreibe ich das?

00:16:17: In dem ich es einfach ganz konsequent täglich über einen sehr langen Zeitraum mir immer wieder sage.

00:16:23: Ja genau also deswegen bei mir auch zum Beispiel dieser Jahreskurs und auf diesen verschiedenen Ebenen arbeiten ist der Schlüssel.

00:16:31: Also ich habe ja auch so ein Beratungskonzept, die sich an meine Studentinnen in meiner Akademie vermittelt.

00:16:36: Da will ich aus zum Elternberater.

00:16:38: Das hast du im ersten Podcast schon erwähnt?

00:16:39: Vielleicht magst du es noch mal erwähnen, welche Akademie du hast von Studentinnen und Studenten gesprochen.

00:16:44: Genau!

00:16:44: Es ist ein Fernsehergang den ich anbiete.

00:16:46: Da kann man die Ausbildung zu einem bindungsorientierten Elternberator bei mir machen.

00:16:50: Und da hab' ich eben das geschützte Beratungskonzept des Sich-Vermittler... ...und da geht es darum dass man eben auf vielen verschiedenen Ebenen arbeitet und immer erst bei den Eltern setzt.

00:17:00: und das ist eben genau das, was aus meiner Sicht seit so vielen Jahren am wirksamsten ist.

00:17:06: Wenn wir Eltern helfen ihre Selbstregulation zu stärken weil Selbstregulation ist die Basis für Bindungsfähigkeit Es kennt man vielleicht so aus den früheren Paarbeziehungen, die man vielleicht hatte.

00:17:18: Dann eskalieren um wie beide und jeder beschimpft sich.

00:17:21: Und am Ende sind irgendwie ganz viele Brücken verbrannt weil Menschen, die eben keine starke Selbstregulation haben, sind meistens auch nicht so bindungsfähig.

00:17:29: Das heißt, man kann einfach darüber so viel mehr in der Eltern-Kind Beziehung bewirken.

00:17:34: Das ist echt ein Geschenk wenn man das lernt.

00:17:36: Jetzt hatten wir über die drei Ebenen gesprochen.

00:17:38: Wir hatten die körperliche Ebene, die emotionale Ebene und die kognitive Ebene.

00:17:44: Und bei der kognitiven Ebene waren wir gerade stehen geblieben und da ging es also hast du schon gesagt so mantramäßig gewisse Sätze, die sehr wohlwollt mir selbst gegenüber sind, mir zuzusprechen.

00:17:58: Blöde Frage aber kann ich auch einfach so sagen?

00:17:59: Ich muss dann nicht mich vorspiegeln stellen

00:18:01: oder auf jeden Fall kannst du dir einfach so

00:18:04: Einfach irgendwo hinsetzen, wo ich mich vielleicht wohlfühle.

00:18:06: Tief durchatmen und dann... Vielleicht muss man es auch nicht immer laut sagen wenn man sich bei vorkommt einfach dass man sich so im Inneren auch einfach immer wieder sagt Ich war jetzt die Ruhe Was einem eben gut tut Und gibt's darüber hinaus über diese Diese Sätze, Glaubenssätze die man sich selbst sagt.

00:18:24: Gibt es dann noch was auf der kognitiven

00:18:26: Ebene?

00:18:26: Ja genau und zwar hilft es manchmal sich so bewusst zu machen, was wird jetzt in einer Woche sein oder was wird in zehn Jahren sein wenn ich an diese Situation zurück denke.

00:18:35: das hilft auch er sich einfach logisch bewusstzumachen dass das Kind trotzdem später rechnen können wird auch wenn's mit den Äpfeln gerade nicht checkt.

00:18:43: Ja, dass man sich so ein bisschen das große Ganze bewusst macht und diese Zuversicht als das positive Denken an die Zukunft kann total helfen.

00:18:51: oder sich ganz viele logische Argumente zu suchen.

00:18:54: Warum man jetzt gerade trotzdem in Sicherheit ist und man trotzdem guter Elternteil ist zum Beispiel also sich

00:19:00: bewusst machen?

00:19:02: Es ist eigentlich gar nicht so schlimm wie ich gerade bewährte.

00:19:05: darum geht es.

00:19:06: ja Ja, das ist oft so dass wir darüber dann den sogenannten präfrontalen Cortex aktivieren.

00:19:12: Das ist unser oberes Gehirn einfach gesprochen und da sitzt unsere Vernunft und sozusagen das logische Denken.

00:19:18: und wenn wir uns so gute Argumente suchen für eine Situation warum es jetzt alles hier nicht so dramatisch ist, dann wird dieser Teil im Gehirnt aktiviert und dann können wir auch wieder runterfahren.

00:19:28: Es hilft zum Beispiel auch in zweier oder vierer Schritten zu zählen oder was Komplexes zu rechnen um wieder klarzukommen Weil wir dann diesen Teil im Gehirn aktivieren, der uns hilft cool zu bleiben.

00:19:40: Also

00:19:40: das heißt wenn ich jetzt gerade nicht cool bin?

00:19:42: Ja!

00:19:43: Dann soll ich die zwei Reihe aufsagen.

00:19:46: Du siehst

00:19:46: vielleicht so einfach nimm irgendwas was dich mehr anstrengt ja und dass

00:19:49: bringt mich dann... Räumuliert mich schon auf

00:19:51: jeden Fall.

00:19:53: Ja, genau das sind auch so kleine Tricks, so kleine Exit Strategien.

00:19:56: du kannst zum Beispiel alle Bundesländer mit ihren Hauptstädten auch sowas kannst zu machen oder dir überlegen was habe ich eigentlich die letzten Tage gegessen mittags irgendwas was dich wirklich wieder zum Denken bringt.

00:20:08: okay das heißt also wenn ich jetzt erkannt habe Ich mache es mir den Hausaufgaben und meinem Kind läuft nicht so gut wir fühlen uns alle unwohl.

00:20:17: dabei Gehen wir erstmal über diese drei Ebenen.

00:20:21: Die wichtigste Frage für mich ist wirklich, wie schaffe ich es denn dann diese Träger zu packen?

00:20:27: Erkennen, packen und daran arbeiten... Ist dann schon damit die Arbeit erledigt?

00:20:34: Eigentlich ist ja die Basis auch dessen, dass man sich überlegt wo kommt das eigentlich her?

00:20:38: Und da empfehle ich dann wirklich wenn ich so ein Thema habe, das mich in der Elternschaft sehr stresst einfach mal professionelle Hilfe zu holen.

00:20:46: Wenn ich merke, ich raste immer wieder bei den gleichen Sachen aus und komme da selber irgendwie nicht so damit klar dann ist es wirklich total hilfreich entweder bei einem Psychologen oder in einer Beratung auch zum Beispiel mit mir einfach mal hinzuschauen, wo kommt es eigentlich her?

00:21:00: Weil dann ist eben oft dieser Kind ichanteilt sehr laut der in diesem Moment getriggert wird.

00:21:06: Also dieses kleine Kind das dann in der Situation mit dabei ist wie ich's vorher beschrieben habe und dass da einfach in Not ist also man is in Not wenn man selber die Nerven verliert.

00:21:15: Oh meinst du

00:21:16: irgendwie auch traurig ne?

00:21:17: Dass man

00:21:18: wieder in diese Situationen kommt wenn wir als Kind schon irgendwie in der Situation warne

00:21:22: Und kein Wunder ist es dann auch so schwer weißt Du

00:21:26: Und dann überträgt man es halt im gleichen, also in einem Schritt auch noch aufs eigene Kind.

00:21:30: Das ist ja absolut nicht was wir wollen.

00:21:32: Wir wollen den alle Steinen rucksack.

00:21:35: Das passiert hier irgendwie...

00:21:37: Da kann man noch so viel tun.

00:21:38: Man darf

00:21:39: unperfekt sein, definitiv.

00:21:40: Genau das ist halt

00:21:41: einfach so.

00:21:41: also wir wollen aber gerne wenn schon dann so wenig wie möglich reinpacken.

00:21:47: Also das sollte ja irgendwie unser Ziegel sein.

00:21:49: Deswegen

00:21:49: Cycle Breakers sein sag ich immer ja wirklich aus diesem Kreislauf ausbrechen Das ist eben möglich wenn man bei sich hinschaut und dann vielleicht auch erkennt da habe Ich als Kind einfach drunter gelitten Und ich jetzt als Beraterin oder so für mittelichs auch meine Studentinnen Wir gehen da nicht voll in die Psychoanalyse rein wirklich um so praktische Tools für den Alltag, wie man dann auch damit umgeht.

00:22:10: Also bei der inneren Kindarbeit habe ich ja dann auch so Strategien, wie zum Beispiel wenn man geht aus der Situation raus, stellt sich wirklich vor, wie mein sein inneres Kind an einen sicheren Ort bringt.

00:22:20: Da hat manche so ein Symbol wie ein Stein oder so und sagt zu hey du erresst dich jetzt gerade totale über die Situation.

00:22:26: es fühlt sich alles wieder so scheiße an wie früher.

00:22:28: Du darfst hier bleiben und ich gehe als erwachsene Person wieder zurück in diesen Raum.

00:22:35: Das kann ich mir jetzt gut vorstellen.

00:22:36: Es kommt näher an mich heran, als so ein Mantra oder so einen Glaubenssatz

00:22:42: auf jeder anderen

00:22:43: zu sprechen.

00:22:44: Das kann man sich ganz bewusst machen, dass man nicht hier und jetzt gerade reagiert, sondern irgendwo ... Die Reaktion vor, weiß ich nicht eh, an die je nachdem wie alt man ist.

00:22:55: Um zwanzig, dreißig, vierzig Jahre vergangen es und wir die halt wieder auspacken sollen?

00:22:59: Ja

00:23:00: genau!

00:23:01: Und sowas ist eigentlich relativ schnell also auch rauszufinden.

00:23:03: Also in einer Beratung oder so erkenne ich dann zum Beispiel mit Klienten relativ schnell.

00:23:07: daher kommt das Dann wurde schon mal erkannt woran liegt es und dann gibt's meistens eine Strategie die dem Elternteil hilft und da kann man super dran arbeiten.

00:23:17: Hast du noch ein paar Tipps für meine Hörerinnen und Hörern?

00:23:20: vielleicht bringt es was das aufzuschreiben?

00:23:22: Also ist es eine Strategie, dass wenn ich so einen Abend habe oder so ein Tag habe wir haben die Hausaufgaben gemacht.

00:23:27: Wir haben gelernt, dass sich mir irgendwie aufschreibe keine Ahnung.

00:23:34: beim ersten Fehler nur ruhig geblieben Beim zweiten auch beim dritten bin ich laut geworden.

00:23:38: also wie Wie können wir diese Triggerarbeit noch expliziter machen?

00:23:43: Genau,

00:23:43: gerne beobachten.

00:23:44: Sich selbst beobachten das ist eine Beobachtungsaufgabe.

00:23:47: da kann man wie so ein kleines Protokoll oder Tagebuch für sich schreiben und sagen immer in Situationen ABC werde bin ich laut geworden und sich dann auch die Frage stellen hatte das was vielleicht auch damit zu tun dass ich einfach vollkommen erschöpft war zu wenig geschlafen hatte?

00:24:01: weil oft sind die Trigger viel schneller da.

00:24:04: wenn man im Alltag sich zu wenig um sich kümmert Ist ja klar, wenn ich dann noch zusätzlich wenig geschlafen habe.

00:24:10: Dann kann ich mich hier noch weniger regulieren.

00:24:12: Das heißt auch sich gerne zu reflektieren und zu sagen aber warum ist es heute wieder so schlimm gewesen?

00:24:17: Ah okay die Nacht war schwer oder ich hab zu wenig Straf bekommen oder... Ich bin gerade total am Limit!

00:24:23: Ich muss mich grad entlasten!

00:24:24: Bin erschöpft!

00:24:25: Ja dann sind halt die Trigger viel schneller aktiv.

00:24:28: Ansonsten kann man's ganz gut händeln.

00:24:30: deswegen kommen die Triggers auf viel mehr sobald mein Kinder hat.

00:24:33: Wenn man da ja oft an dieser Überlastungsgrenze

00:24:36: stimmt.

00:24:37: Viele

00:24:38: sagen, ich war voll entspannt bis ich Kinder bekommen habe und plötzlich bin ich eine Furie.

00:24:42: Ich erkenne mich gar nicht wieder!

00:24:43: Ja weil

00:24:43: auch der Alter wirklich ein komplett anderer ist.

00:24:47: Das ist ja bei Paarbeziehungen auch schon so, dass nicht nur einfach ein Kind jetzt kommt und das Leben sich ein bisschen ändert... Ne es ist ne andere Paar-Beziehung, kompletter als vorher.

00:24:57: Es sind ganz andere Strukturen.

00:25:00: aber ich musste eben, als du das gesagt hast mit dem, dass man mal selber guckt Wie geht's mir gerade, wie fühl ich mich?

00:25:07: Ich hatte dann einen total schönen Podcast auch mit Nora Imlau.

00:25:11: Und die hatte... Da ging es irgendwie.

00:25:13: der Podcasttitel ist glaube ich Bindung ohne Burnout und da will ich das Beispiel nochmal für alle dies, die den Podcast nicht gehört haben.

00:25:23: Die hat ein ganz schönes Beispiel gebracht nämlich die, wer hat sie es genannt, die Ampel, die eigene innere Ampel.

00:25:30: dass ich also einfach immer kurz mich selbst überprüfe Bin ich noch grün?

00:25:37: Merke ich vielleicht.

00:25:39: Wir sind schon irgendwie Richtung Orange.

00:25:42: oder bin ich vielleicht schon im roten Bereich, dass man einfach immer mal so eine auf sich selbst einen Moment schaut und überlegt.

00:25:51: Bevor wir die Hausaufgaben machen bevor wir lernen, bevor wir vielleicht auch so banale Dinge machen wie mit dem Kind zu backen also selbst sowas banales kann.

00:25:59: ja wenn du halt dunkeloroschen bereich nach der arbeit und nachdem du einkaufen warst und streit hat es mit irgendjemandem dein partner keine ahnung wenn du dann noch sagst ich bin im dunkel.

00:26:11: orangen bereiche orangenen bereich wir backen aber jetzt noch.

00:26:15: ja dann führt dir der erste löffel mehl, der irgendwie zum daneben geht.

00:26:20: bist ihr schon ok gut komm ich machs weg.

00:26:22: aber ja ich mache das jetzt schon.

00:26:24: Und das finde ich irgendwie auch ein ganz schönes bild dass man selber bei allem einfach immer so ganz kurz sich hinsetzt Und sich fragt, habe ich die Ressource gerade dafür?

00:26:32: Genau.

00:26:33: Oder ist die Grenze dann auch schon überschritten?

00:26:35: Also selbst Regulation hat natürlich auch ganz viel mit Grenzensätzen zu tun und die Grenzen sind halt nicht jeden Tag die gleichen.

00:26:42: Je nachdem was uns eben auch so ansteht.

00:26:44: Dann dürfen wir Kindern auch sagen – das finde ich ein wunderbares Beispiel – du also heute Pack ich es einfach nicht mehr, dass noch Besuch kommt.

00:26:51: Ja du darfst gerne dann Freund morgen einladen nur heute ist es mir zu viel weil ich auch Kopfschmerzen und jetzt bedauere ich jetzt zwei.

00:26:57: Ich weiß du hättest dein Freund so gern gesehen.

00:26:59: ja und gleichzeitig machen wir's dann einfach morgen.

00:27:01: nur ich habe halt die Kraft dafür nicht mehr.

00:27:03: also ich finde sowas dürfen wir Kindern auch zumuten damit sie auch viele über die eigenen Grenzen auch lernen und was dazu ganz gut passt.

00:27:10: ich hab zb immer mit meinen Klienten, mit denen ich arbeite immer noch die Strategie zu Emotionschecks tagsüberzumachen.

00:27:17: Immer wenn ich zum Beispiel auf Toilette bin ... die Spielmaschine ausräume, dass man sich so kleine Post-its vielleicht auch irgendwo hinmacht.

00:27:25: Einfach als Reminder einmal kurz in sich rein zu fühlen.

00:27:29: Man ist ja meistens im Hamsterrad des Alltags gefangen und kommt gar nicht mehr mit dem eigenen Körper in Verbindung.

00:27:36: Und drum ist auch Achtsamkeit eben gerade vorbeugend so extrem gut für die Selbstregulationen.

00:27:42: Dass wir bewusst rausgehen in die Natur viele Spaziergänge machen.

00:27:46: den Atem verlangsamen, wenn wir zum Beispiel spazieren gehen oder auch wahrnehmen was wir alles Schönes sehen also mit allen Sinnen die Welt wahrnehmen.

00:27:54: Das heißt das mobiliert total Handi unbedingt weg.

00:27:58: Also einfach mal spazierengehen weil das beobachtet man ja selbst nicht nur bei anderen.

00:28:04: da sind wir jetzt auch mal ehrlich zueinander.

00:28:06: Wir packen mittlerweile egal wo wir sind im Wartezimmer.

00:28:09: ich check nochmal eben dass ich mache noch mal eben dieses jenes Achtsam sein, du meinst damit auch einfach mal wirklich achtsam in der Situation sein.

00:28:18: Ich bin im Wald jetzt höre ich auf die Geräusche im Wald, ich atme mal ganz bewusst den was weiß ich durfte ein oder

00:28:25: das liebtes Nervensystem.

00:28:27: dann ist man viel regulierter.

00:28:28: also es hilft dem eigenen Nerven System und dadurch kann ich halt auch meinen Kind besser ko-regulieren.

00:28:35: und genau diese Dinge braucht unbedingt so nerven.

00:28:38: system die ruhe die natur Die achtsamkeit.

00:28:41: Post

00:28:42: jetzt auf dem Klo habe ich jetzt

00:28:43: bejagt, leuchtende Post jetzt überall sich in sich reinzufüllen und zu gucken wie geht es meinem Körper gerade?

00:28:49: Also ich steh

00:28:49: da einfach nur drauf, fühle ich mich gerade?

00:28:51: Ja genau zum Beispiel!

00:28:52: Und dann

00:28:53: mache

00:28:53: ich immer einen Unterschied zwischen Körperempfindung.

00:28:57: Ich merke vielleicht einen Druck auf der Brust und ignoriere, dass die ganze Zeit und irgendwann kommt dann die Wut in vollem Karachow.

00:29:03: Obwohl ich immer weiß wenn dieser Druck da ist reicht es eigentlich schon.

00:29:06: Ist die Ampel schon wie Nora Imlau sagen würde auch rot?

00:29:09: Und das hilft dann einfach weil dich dann die Körperwahrnehmung darüber stärken.

00:29:14: Das heißt wir haben jetzt langfristige Ebenungen über die Posts, dass man sehr was haben wir alles gesagt?

00:29:22: Es war so viel!

00:29:23: Genau, ja genau.

00:29:25: Also die verschiedenen Ebenen ist es auch tatsächlich etwas was in der Akkutsituation hilft und gerne auch langfristig, also kurzfristig kann man das auf präventiv einsetzen.

00:29:34: Man kann sich regelmäßig ausschütteln wenn man merkt man ist mit der Ampel auf rot, man kann regelmäßigkeites Wasser über die Arme laufen lassen wir nicht mehr.

00:29:42: ich bin gerade so angespannt dass man dann eigentlich schon starten präuentiv und natürlich dann manchmal auch wenn's schon zu spät ist weil das

00:29:49: finde ich glaube ich irgendwie das am allerwichtigsten also die langfristigen Dinge die können wir uns glaube ich alle bewusst machen.

00:29:55: jetzt nochmal, dass wir einfach insgesamt acht Zimmer sind.

00:29:57: Dass hier uns die Frage öfter im Alltag stellen wie geht es mir denn?

00:30:01: Dass wir uns sagen Ich mache meinen Job gut und dann immer wieder diese Sätze sagen... Ich bin ruhig!

00:30:08: Ich bin der Erwachsene!

00:30:10: Und dann aber noch dieser Situation wo ich akut und jetzt im Moment sofort reagieren muss und da haben wir dann die drei Ebenen auf die wir uns verlassen können, sag ich mal.

00:30:22: Ja

00:30:22: wichtig ist halt auch die Situation zu unterbrechen weil man denkt dann manchmal muss es jetzt sofort lösen.

00:30:27: Die Hausaufgaben müssen jetzt fertig gemacht werden.

00:30:29: das ist ja auch so.

00:30:29: ein Ding von Eltern wird irgendwie ältern und dann muss man irgendwie für alles bislich eine Lösung haben.

00:30:35: Ich sage ganz oft, ihr dürft auch später... die Lösung finden.

00:30:39: Das ist okay, wenn an dem Tag zu dieser Uhrzeit die Hausaufgaben nicht gemacht werden und das ist auch total ok, wenn dein Kind mal ohne Hausaufgate dahingeht und selber die Erfahrung macht dadurch werdet ihr alle noch überleben?

00:30:50: Also es ist nicht überlebensnotwendig und dann macht das Kind selber die Erfahrungen dass die Lehrkraft vielleicht sagt wo sind deine Hausaufgeräume?

00:30:56: also auch sowas ist total in Ordnung ja dass man sich einfach bewusst macht es muss jetzt nicht sofort die Lösung her.

00:31:02: ich darf jetzt erstmal den Raum verlassen mich kurz zu mich kümmern.

00:31:05: wichtig finde ich immer den Kindern anzusagen ich kümmere mich jetzt um mich, dass die sich nicht bestraft

00:31:10: fühlen.

00:31:10: Ja und das die auch irgendwie daraus lernen.

00:31:12: also ist sie auch sehen ah okay wenn ich mit einer Situation oder wenn Mama Papa mit der Situation jetzt gerade wir nennen es jetzt mal überfordert ist oder gerade einfach wütend wird ah so macht sie's also.

00:31:24: ah sie atmet sie geht raus er geht raus kurz aufs Post mit dem Chlorik, keine Ahnung.

00:31:31: Das ist ja auch wichtig dass sie das dann so lernen.

00:31:33: ich

00:31:33: kann ganz viele Kinder die zu ihren Eltern sagen wie ich es begleite.

00:31:36: Mama ich glaube du solltest jetzt tief durchatmen oder ich glaube es ist gut wenn du dir kaltes Wasser jetzt über die Arme nachdennest.

00:31:42: Es ist total süß weil die das hier beobachten und dann natürlich am Vorbild lernen.

00:31:46: und da greife ich regelmäßig lachen wir so sehr in unseren Zoom Sessions weil die Kinder halt so schnell lernen.

00:31:53: Aber es

00:31:53: ist ja so gut, aber wir haben gerade eh schon gesagt es werden Steine in diesem Rucksack landen.

00:31:58: gut, dass dann auch gleichzeitig noch die Mechanismen drin landen wie ich mit diesen Steinen denn umgehen kann.

00:32:04: Das ist doch mega, mega gut.

00:32:05: also deswegen perfekt!

00:32:07: Die Sache ist weißt du?

00:32:09: Du hast eben so gesagt ja wir können auch mal sagen es ist okay das die Hausaufgaben später gemacht werden.

00:32:15: das ist ja genau entgegen dem was wir bevor wir Eltern geworden sind ja beigebracht bekommen haben.

00:32:23: die ganze Zeit also im Studiumabgabe-Dead Deiner rutscht sie in den Job Du musst pünktlich sein, du darfst nicht zu spät kommen.

00:32:29: Du hast natürlich die Gleichzeit und es ist alles ein bisschen einfacher.

00:32:32: aber deadline hier meeting da

00:32:34: abgabe

00:32:35: dann noch diese Leistungsgespräche oder leistungsgekoppelte Bonuszahlungen.

00:32:40: Kein Wunder haben so viele Menschen Burnout.

00:32:42: Ja

00:32:42: kein Wunder!

00:32:43: Und also wie schwierig ist das wenn du so die ganze Zeit lebst bei deinem Kind?

00:32:48: Dann zu sagen ach komm jetzt essen wir erstmal Eis lassen Hausaufgaben Haus Aufgaben sein machen wir eine halben Stunde

00:32:56: Genau.

00:32:57: Diese Sachen finde ich total wertvoll, die du nennst unnatürlich auch wie man es als Kind erlebt hat in der eigenen Biografie.

00:33:03: Da ist das halt auch schon oft so dass man schon als kind recht früh sehr viel Verantwortung bekommen hat manchmal auch unbewusst weil sie so manipulativ so du bist verantwortlich für meine Gefühle meine Bedürfnisse das Eltern zum Beispiel Schuldgefühl gemacht haben oder so.

00:33:16: dann habe ich natürlich auch immer als Erwachsener den Eindruck Ich muss alles immer sofort lösen ich muss die Verantwortung tragen wenn sonst bin ich schuld.

00:33:24: ja ganz viele vor allem Frauen

00:33:27: Und wie kriege ich das in Griff?

00:33:29: Ja, auch wie gesagt ein langer Prozess hinschauen bekommt es genau her.

00:33:33: Also innere Kinderarbeit.

00:33:35: also was ich zum Beispiel viel mache ist dann in den Beratungen oder auf der Bindungsinsel wo ich eine Jahreskurse anbiete da mach' ich das so dass wir zurückgehen auch in die Situation von früher Das heißt Rollspiele oder?

00:33:47: Ja, das ist ein Grund wie so eine Meditation die man macht und ich gehe dann zum Beispiel mit der Mutter nochmal in die Situation als der Kindheit und sage guck mal was hättest du da gebraucht.

00:33:57: Und du hätt es verdient gehabt dass ja jemand da ist und das war zu viel Last die du getragen hast als Kind.

00:34:02: Du warst ein kind und du hattest niemand gebrauchte das für dich trägt.

00:34:06: Ja, also so und dann kriegt die Person ganz viel Einfühlung.

00:34:09: Und ganz viel wird darüber gehalten, indem man diese Gefühle aus der Kindheit ernst nimmt.

00:34:14: Dann werden manchmal sogar solche Triggerpunkte ganz gut gelöst und man ist nicht mehr so schnell auf Hundert Achtzig.

00:34:20: Das ist echt spannend!

00:34:21: Ja sehr schön.

00:34:22: Haben wir irgendwas vergessen?

00:34:23: Ich glaube nicht, nee.

00:34:24: Also ich könnte das stundenlang drüber

00:34:26: steigen.

00:34:26: Ja geht mir genauso aber keine Stunden lang glaube ich zuhören.

00:34:28: So ist es, so reicht glaube ich für alle.

00:34:29: Wir haben keine Zeit sie müssen

00:34:30: doch noch Hausaufgaben

00:34:33: machen und Sie müssten doch

00:34:34: noch lernen!

00:34:35: So ist er.

00:34:35: Wir hatten keine

00:34:36: Zeit.

00:34:37: Nee ich finde wir haben schon mal echt schöne... ...schöne Strategien jetzt oder Information-Tipps einfach an die Hand gegeben.

00:34:45: Ich finde das war schon ganz gut, wir haben welche für die die langfristig dass wir uns bewusstmachen Es gibt Dinge die müssen wir einfach langfristige immer und immer wieder machen, dann verinnern ja Lichtmandi auch.

00:34:56: Da bin ich auch jemand die es glaube ich erst noch lernen muss dass man wirklich so dran bleiben muss.

00:35:01: Und wir haben Tipps wie's kurzfristig ist und das sind ja wirklich ganz einfache.

00:35:04: also kaltes Wasser über die Arme Es geht so schnell mal eben sich aus der Situation nehmen Das innere Kind mal ganz kurz in die Küche bringen und als Erwachsene zurückkommen.

00:35:12: Mega gute Vorstellungen gefällt mir total gut, nehm' ich auch mit nach Hause.

00:35:14: jetzt Wer noch mehr Input braucht, ich habe es im ersten Podcast schon gesagt.

00:35:19: Bitte bitte geht einfach.

00:35:21: du hast schon auch glaube ich vorhin schon mal selber gesagt Du hast super viel kostenfreien Input auf deiner Webseite.

00:35:28: Ihr könnt auf Instagram könnt ihr gucken.

00:35:31: Ich pack das auch wieder in die Show Notes Hört auch gerne mal unseren ersten Podcast rein.

00:35:35: da ging's speziell um die Einschulung Was das mit Kindern macht und damit wir sie auch ein bisschen besser verstehen warum sie jetzt so impulsgetrieben sind und auch manchmal vielleicht wütender oder wieder einnässen.

00:35:48: Alles kann alles normal sein, deswegen könnt ihr auch gerne da noch mal reinhören.

00:35:52: Ich würde sagen dann haben wir die Selbstregulationen und die Triggerpunkte.

00:35:56: Haben wir auch noch ein paar Tipps gegeben?

00:35:58: Einmal

00:35:59: hoch und runter.

00:35:59: Einmal oben und runter!

00:36:01: Vielen lieben Dank Martina.

00:36:02: es war total schön und wer weiß vielleicht hören wir uns auch noch einen drittes Mal mehr.

00:36:06: Wer weiß was mir jetzt noch einfällt

00:36:07: würde mich sehr freuen hier.

00:36:09: danke dass ich nochmal da sein durfte.

00:36:10: Sehr sehr

00:36:11: gerne.

00:36:12: So, das war's für heute.

00:36:14: Das war Wassenkinderkram der Joy-Podcast für euch von mir eurer Ellie.

00:36:19: Damit ihr absolut nichts verpasst, abonniert unseren Podcast und folgt uns auf Insta!

00:36:24: Ich freue mich auch euch!

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