„Blöde Kuh!" Wenn Geschwister sich streiten – und wie wir Eltern reagieren können

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00:00:00: So, heute wieder Podcast mit Hilal.

00:00:03: Das letzte Mal haben wir gesprochen über Elternängste, Elternwut – wie kriegen wir es hin, dass wir nicht mehr so viel nachdenken?

00:00:11: Heute ein anderes Thema nämlich Geschwisterstreit!

00:00:15: Wenn man mehr als ein Kind hat dann ist man im Alltag oft in der Situation das die sich mal total gut verstehen aber einfach auch mal echt bewurmt drin ist und da wird nur geplärt und geschrien und beleidigt Keine Ahnung, vielleicht noch körperlich geschubst gekniffen.

00:00:32: Gebissen gibt es ja alles dabei und da möchte ich heute mit dir drüber reden.

00:00:38: was macht man?

00:00:39: Greift man ein wann greift man einen?

00:00:41: ist es wichtig dass sie sich streiten?

00:00:43: muss man's unterbinden?

00:00:45: also alle fragen.

00:00:46: Grund um das Thema Geschwisterstreit Heute.

00:01:04: Vielen Dank.

00:01:06: Ich finde es schön, dass wir noch mal darüber sprechen.

00:01:09: Geschwisterstreit kennen alle Eltern und das ist auch wenn ich die Themen in meiner Praxis so zusammennehme... Thema number one und alle sagen, was mache ich?

00:01:20: Wann mache ich das?

00:01:21: Greif' ich zu schnell ein.

00:01:23: Und es ist ein Phänomen wo ich dann sage, es löst aber auch bei den Eltern wirklich Unsicherheiten und dann finde ich's auch mal schön da nochmal draufzuschauen die Lupe mal draufzuhalten um zu schauen Was gibt's für Gründe?

00:01:34: Wieso is das so?

00:01:35: Was macht das mit mir?

00:01:36: Wie kann man denn wirklich umgehen und so ein paar Tipps vielleicht auch was man im Alltag etablieren kann damit dass ja so präventiv, dass es gar nicht vielleicht so zustande kommt.

00:01:48: Dass

00:01:48: der Streit gar nicht erst zustande

00:01:49: ist?

00:01:50: Ich hatte nämlich auf Instagram eine gesehen die irgendwie gesagt hat unbequem für manche Eltern.

00:01:57: aber bei uns im Hause ist das so wenn die Kinder sich streiten lassen wir das zu dann sollen sie streiten bis sie fertig sind.

00:02:05: außer es wird körperlich und ich habe auch zwei kinder und dann hab ich mir eben auch Gedanken drüber gemacht wo kommt es her?

00:02:12: Muss ich einschreiten, um ihn eine gute Konfliktkultur beizubringen?

00:02:16: Ja dass ich ihnen quasi zeige so könntet ihr das jetzt lösen.

00:02:21: Maß ich mir da als Mutter auch einfach zu viel zu und muss sie es einfach alleine machen lassen.

00:02:26: Das ideal ist ja immer, dass man sich so denkt So zwei Geschwister, die so total eine Einheit sind.

00:02:33: Ein Team sind und immer happy und sich

00:02:37: respektieren.".

00:02:38: Das ist ja der Wunsch, das war mega wenn es so wäre.

00:02:40: Es würde sehr viel Stress aus dem Alltag nehmen.

00:02:44: Also wie gehen wir Eltern denn damit um?

00:02:47: Wenn Kinder sie streiten.

00:02:50: Ich weiß noch gar nicht mehr, wo ich anfangen soll.

00:02:51: Aber dieses Thema ideale Kinder, zwei Kinder ... Am besten sind sie auch noch nah beieinander.

00:02:56: Altersabstand irgendwie total gering und die spielen miteinander.

00:03:00: Wenn es Eltern da draußen gibt, bitte meldet euch bei mir!

00:03:03: Ich möchte euer Geheimnis hören.

00:03:07: Also erst mal find' ich's ja gut dass wir darüber sprechen weil die Eltern wollen jetzt Tipps und Tricks und wie das jetzt alles aufhört vermutlich mit den Streit.

00:03:16: Und

00:03:16: bedingt?

00:03:18: Aber wir gehen erst mal ein paar Schritte zurück und überlegen uns, welche Vorteile hat denn so eine Geschwisterbeziehung?

00:03:25: Was wirkt dann auf die Geschwesterbeziehungen.

00:03:27: Also wie kommt es überhaupt zustande dass man überhaupt Konflikte hatte usw.

00:03:32: Erstmal muss man sagen so eine geschwister Dynamik, so eine Beziehung ist doch eigentlich was Tolles!

00:03:38: Die Kinder können sich komplett erproben in allen Themen, für die Beziehung, für soziale Beziehungen, für Freundschaften oder sonst was irgendwann brauchen.

00:03:50: Können sie irgendwie mit jemandem zu Hause im sicheren Rahmen erst mal schauen, was passiert wenn ich mich streite?

00:03:58: Was passiert, wenn ich jemandem etwas wegnehme nicht teile vielleicht auch mal körperlich werde und Grenzen ziehen?

00:04:07: Das ist zum Beispiel auch so eine Thematik.

00:04:09: All die Themen, die man normalerweise in gesunden Beziehungen lernen soll, das kann man mit dem Geschwisterchen erproben weil ich habe mir vielleicht meinen Geschwisterschein gar nicht ausgewünscht.

00:04:20: aber nun mal... Ich hab jetzt die Möglichkeit!

00:04:23: Ich kann einfach mal alles reingeben und mein Geschwesterchen verlässt mich nicht.

00:04:30: Das sind sichere gute Beziehung.

00:04:32: Und auf dieser Ebene kann man eigentlich ganz toll sagen, erst mal alle Eltern die jetzt wegen Schwisterstreib da sind.

00:04:40: Alles alles Gute!

00:04:41: Euer Kind hat viele Vorteile und man kann das wirklich als positiven Faktor nehmen dass sie sich streiten weil Sie lernen viel daraus.

00:04:49: So jetzt sagen viele vielleicht möchte ich aber nicht jetzt... Die sollen jetzt nicht alle zehn Minuten streiten, die sollen auch irgendwie miteinander klarkommen usw.

00:04:59: Was wirkt denn darauf?

00:05:00: Also, welche Einflussfaktoren gibt es denn eigentlich?

00:05:04: und jetzt werden viele Eltern vermutlich sagen ich bin dran Schuld.

00:05:09: Ich krieg das irgendwie vielleicht nicht gebacken dass die beiden sich verstehen.

00:05:13: Das möchte ich erst mal von allen Eltern diesen Schulddrucksack erstmal abnehmen und sagen nein da gibt's noch so viele andere Themen die draufwirken.

00:05:22: also in welchem Altersabstand sind die Kinder je jünger das so schwieriger ist, dass sie eigentlich ihre Gefühle, ihre Bedürfnisse kommunizieren können.

00:05:30: Ihre Gehirnreife lässt noch nicht zu, dass Sie vielleicht entspannter sagen können ob ich möchte jetzt gerade damit spielen.

00:05:37: kann es mir das bitte geben.

00:05:38: Das wäre ja super schön und romantisch wenn Sie das könnten.

00:05:41: Das können Sie nicht weil die Jünger das Kind einfach bestimmte Gehirnenbereiche noch nicht so ausgereift sind und sie eher in einen schnellen Alarmzustand versetzt werden, wenn dann mal einer ihnen was wegnimmt zu Hause.

00:05:57: Das heißt der Altersabstand die Geschlechterkonstellation Die Geburtenreinfolge.

00:06:05: also in welcher Reihenfolge bin ich?

00:06:07: Bin ich die älteste oder der jüngste?

00:06:10: da gibt es ja immer so ein paar Kriterien die man irgendwie drauf Zuordnen kann in welche Reihen folge man ist.

00:06:17: Dann geht es darum Wie ist das, in welcher Phase ist mein Kind?

00:06:21: Ist mein Kind gerade in der Autonomiefase und deswegen kracht es jetzt so.

00:06:26: Und dann kann man ja auch ein bisschen zurücklehnen sagen okay die vergeht.

00:06:30: Die Autonomiephase bleibt ja nicht dauerhaft zumindest nicht bei allen Kindern.

00:06:33: Jetzt werden einige meiner mit Patienten Eltern sagen Ja aber bei uns ist es dauerhaft so dass sie das Kindgefühl immerhin so eine Autonomiephase ist.

00:06:43: Das ist natürlich noch meine andere Thematik, weil es gibt natürlich auch psychische Erkrankungen.

00:06:50: Störungen Symptome die dazu führen dass die Kinder halt wirklich häufig streiten und darauf gehen wir jetzt erstmal.

00:06:58: heute glaube ich gar nicht so ein.

00:06:59: aber es geht erst mal darum das Phasen Pubertät und und und darauf wirken kann ob jetzt vermehrt irgendwie gestritten wird oder nicht?

00:07:12: Auch die Themen Bedürfnisse.

00:07:16: Zum Beispiel, Kind kommt immer und da finde ich es mal ganz hilfrechen Eltern macht man so eine Woche vielleicht wie so ein kleine Verhaltensbeobachtung.

00:07:26: ihr könnt ja mal aufschreiben wann kracht das eigentlich?

00:07:30: Es gibt Eltern die bringen mir das dann zurück und dann kristallisiert sich das so ein bisschen und dann sieht man ach krass immer nach dem Kindergarten um die Uhrzeit ist das gemüde nicht genug gegessen Bedürfnis konnten, sind leer.

00:07:45: Die kommen ja mit ihrem Bedürfsrucksachs aus dem Kindergarten und sie wollen viel Beziehung und Bindung vielleicht auch zu den Eltern?

00:07:52: Und dann kann es natürlich auch sein dass sie so um die Aufmerksamkeit der Mutter oder das Vater so ein bisschen liberalisieren und dann sagen ich möchte mehr, ich brauche mehr!

00:08:02: Ich komme gerade aus dem Kindergarten habe die Mama seit acht Stunden nicht gesehen.

00:08:06: Und dann kann das natürlich bei den Kids auch ein bisschen krachen, deswegen finde ich es mal ganz hilfreich so Muster zu erkennen.

00:08:12: Wann kriegen die sich irgendwie?

00:08:15: Wann entsteht denn so eine Rauferei oder Streit oder sonst was?

00:08:20: Wenn man dann so diese Muster hat, kann man natürlich schauen, kann der dieser ganzen Geschichte entgegenwirken.

00:08:26: Braucht denn ein Kind vielleicht nach dem Kindergarten und danach der Schule irgendwie eine Ruhmöglichkeit?

00:08:31: Eine

00:08:31: Kuschel-Einheit

00:08:32: oder eine Nährstelle... Eine kurze Sequenz.

00:08:36: Also Quality Time, diese fünf Minuten besondere Zeit, zehn Minuten wo man in Verbindung geht das Kind komplett mit den Bedürfnissen sieht und versucht da wirklich in dieser ganz kurzen Zeit viel zu decken.

00:08:49: es kann auch ein Mini-Handspiel sein diese Daumencatch'n oder irgendwas.

00:08:56: Das kann wirklich minimal sein.

00:08:58: Es muss gar nicht soviel sein Irgendwas Lustiges erzählen, ein Witz.

00:09:03: Körperkontakt kuscheln je nachdem wie alt die Kinder sind.

00:09:07: und Qualty-Time zum Beispiel kann wenn man das einsetzt zu gewissen Zeitpunkten zu Hause kann schon ganz viel Entlastung schaffen im Alltag Wenn man den Kindern ganz kurz sagt hey dein Bedürfnisrucksack ist leer So eine runde Bedürfnis Rucksack füllen.

00:09:23: Jetzt bin ich für dich da, fünf Minuten für dich und in fünf Minuten bin ich bei dir.

00:09:27: Je nachdem wie die Kinder sind, wie alt sie sind kann man ja auch da wirklich das eine Kind vielleicht mit irgendwas beschäftigen und dann so ein bisschen tauschen.

00:09:36: Das ist wirklich einer ... diesen Tipp würde ich gerne immer wiedergeben.

00:09:43: Quality time ist wirklich etwas... Da können wir nichts falsch machen.

00:09:46: Es ist schön am besten dieser Zeit wenn man sagt ich spiel fünf Minuten mit dir Man kann das besondere Zeit nennen, dann lässt man die Führung und die komplette Kontrolle bei dem Kind.

00:09:58: Also man lässt es, man spielt mit was sie spielen wollen und fünf Minuten oder zehn Minuten ist man komplett bei diesem Kind.

00:10:04: Dann werden ganz viele Bedürfnisse – wir wissen ja diese vier Grundbedürfnissen Bindung, Selbstwertsteigerungen Lustgewinn und Lustvermeidung, Kontrollorientierung.

00:10:13: Diese vier Sachen können durch fünf Minuten, zehn Minuten richtig gut gedeckt werden.

00:10:18: Und dann hat man schon ein vielleicht entspannteres Kind und dann gibt's noch was zu essen, eine ruhige Phase ... Dann schaut man einfach, hilft das schon mal?

00:10:27: Kann das ein bisschen vorbeugen?

00:10:28: Also prophylaktisch,

00:10:29: ja okay!

00:10:32: Wenn man so die Bedürfnisse gedeckt hat, Schlafmangel und solche Sachen können natürlich auch dazu führen.

00:10:37: ich habe häufig Eltern, die mir sagen am Abend kracht es ganz schlimm weil alle schon am Ende sind und die älterliche Elternlichen Ressourcen auch.

00:10:47: Man muss ja auch dazu sagen, man kann von der Arbeit noch kochen das dies und dann kann man vielleicht nicht mehr so gut Koop begleiten also die Bedürfnisse die Gefühle vielleicht ein bisschen spiegeln Das wird dann ist dann vielleicht auch für die Eltern total schwierig.

00:11:05: So kommt dann am Ende des Tages so ein riesen, also ein explosives... Ich weiß nicht, ich sag mal, wie so ein Gemisch zustande.

00:11:11: Und dann braucht das wirklich nur Kleinigkeiten und dann geht alles in die Luft.

00:11:16: Ja, das stimmt.

00:11:17: Kennt man!

00:11:18: Die Kinder gehen in die luft, die Eltern gehen in der luft weil die Kinder in die Luft alle gehen in den Luft.

00:11:22: Es reicht, ich kann nicht mehr hört auf jeden Tag dasselbe.

00:11:26: Ja

00:11:27: genau, aber wenn man so wirklich minimale Sachen investiert beobachtet Quality Time und auch nochmal schaut sehe ich denn die Bedürfnisse, sehe ich aber auch meine Bedürfenisse?

00:11:37: Kann ich auch vielleicht so ... Ich hatte in meinem Buch geschrieben eine Energietangstelle.

00:11:41: Dass man wirklich minimale Sachen einbaut in den eigenen Alltag um zu schauen was brauche ich gerade, damit ich vielleicht begleiten kann wenn es am Abend kracht und dann hat man schon drei Punkte, die man sozusagen bevor es überhaupt dazu kommt.

00:11:58: Schon als Handlungsanweisung hat und es gibt einem manchmal so ein bisschen Sicherheit.

00:12:02: okay das könnte dann besser laufen.

00:12:05: aber meinst du denn ist sollte das Ziel sein jeden Streit schon prophylaktisch zu unterbinden?

00:12:11: nein aber zumindest die sich wiederholen und wo die man sowieso schon vielleicht zickmal begleiten durfte und dann sagt man ok Brauche es vielleicht in dem Augenblick gar nicht mehr so oder?

00:12:24: Es ist wirklich, das stört diesen harmonischen Familienalltag.

00:12:28: Weil's immer wieder vorkommt und es ist sehr häufig und intensiv.

00:12:32: Dann fände ich schon gut dass man einige Streitmöglichkeiten Konflikte so ein bisschen prophylaktisch, so ein Bisschen Puffer gibt damit falls die Kinder sozusagen fallen, so'n bisschen weicher fallen.

00:12:44: aber nein!

00:12:45: Und genau das ist zum Beispiel einer der Riesenpunkte.

00:12:49: Kinder sollen sich streiten.

00:12:51: Sie sollen das lernen, sie sollen ihre Fähigkeiten erproben und die Eltern müssen auch diese unangenehmen Gefühle auch mal ertragen lernen.

00:13:03: Die meisten Eltern, die bei mir sind... Vielleicht darf ich es jetzt nicht so pauschalisieren?

00:13:07: Einige Eltern, der bei mir ist.

00:13:11: Die erzählen mir zum Beispiel dass es ihnen sehr schwer fällt, unangêneme Gefühler des Kindes auszuhalten.

00:13:18: Und das ist erst mal ein Elternthema, also wenn ich gar keinen Streit hören möchte zu Hause, ich möchte noch nicht mal irgendwie dass sie laut werden dann würde ich erstmal überlegen woher kommt das?

00:13:33: Wie gehe ich mit Konflikten um?

00:13:35: wie streite ich mich eigentlich Zuhause?

00:13:38: was lösen solche Themen mit mir, kann ich einfach streiten und es produktiv lösen.

00:13:45: Als Modell vielleicht dastehen den Kindern irgendwie dabei auch was beibringen?

00:13:49: wie gehe ich mit meinem Partner mit meiner Partnerin um?

00:13:54: Was mache ich wenn so unangenehme Gefühle entstehen wie Wut und Trauer?

00:14:00: Und das ist zum Beispiel etwas Eltern die vielleicht in ihrer Kindheit nicht so begleitet wurden in ihren Gefühlen Die Gefühler die vielleicht Bagatellisiert wurden.

00:14:09: Ach, das ist noch nicht so schlimm!

00:14:11: Na auch halt doch aufhört zu weinen...

00:14:14: Was ja vielleicht lehne ich mich da aber auch zu weit aus dem Fenster in meiner Elterngeneration?

00:14:19: Also der Generation meiner Eltern eher Gang und Liebe war als bedürfnisorientiert auf Gefühle einzukriegen.

00:14:27: Und das zieht sich ja schon noch bis in unsere Elterngeneration rein.

00:14:33: Definitiv also da gibt es ja ganz viele Sätze die man so Ich bin ja auf Instagram und da habe ich schon mal nach so klassischen Sätzen gefragt, wer schön sein will muss leiden oder keine Ahnung.

00:14:48: Bestimmte Gefühle dürfen also zum Beispiel gerade Frauen sagen mir zum Beispiel sowas wie ich darf traurig sein und weinen wütend laut sein aggressiv.

00:14:59: das hat nicht gepasst.

00:15:01: Also wurde das zum Beispiel als Emotion Erlebt?

00:15:06: Man durfte es nicht vielleicht erleben.

00:15:07: Dann hat man so eine andere Emotion draufgesetzt.

00:15:10: Zum

00:15:10: Beispiel, bei Jungs war er wütend sein Aggressivsein, war vielleicht eher dann gegeben und dann hat man diese Problememotion drauf gesetzt.

00:15:18: das heißt Frauen die zum Beispiel sehr wütends sind oder wut empfinden oder aggressiv sind, die haben dann geweint.

00:15:27: Die waren traurig also die haben dieses Gefühl gezeigt als Problememotion und konnten gar nicht an dieser anderen Gefühle weil sie in ihrer Kindheit gar nicht begleitet wurden.

00:15:38: Wein war okay, aber vielleicht nicht schreien oder lauter sein oder sonst was.

00:15:44: und das ist genauso im in der anderen Wenn man wenn man das andere Geschlecht anschaut.

00:15:49: es kann natürlich bei allen so sein Aber ich habe viele Väter die dann sagen Ich durfte gar nicht weinen wurde sofort unterbunden du weinst nicht starke Löwen Du bist ein starker Löwe du bist so und so.

00:16:02: Dann haben die vielleicht gelernt, mit Wut bestimmte Gefühle auszudrücken und haben dann gar nicht auf dieses Thema Trauer.

00:16:11: Auf diese Emotionen konnten dann vielleicht gar nicht drauf eingehen.

00:16:14: Und jetzt ist das Thema ... Dass die Kinder zeigen, dass es umgefiltert.

00:16:19: Oh mein Gott!

00:16:20: Die komplette Bahnbreite in allen Emotionen sind da und die Eltern, die vielleicht nicht begleitet wurden oder nicht ausreichend genug stehen dann da werden durch ihre eigenen Kindheitserfahrungen, durch ihre eigene Schemattheit, durch ihren eigenen Glaubenssätze total getriggert vom Kind.

00:16:38: Und sollen auch noch begleiten?

00:16:40: Jetzt sind sie in zwei Themen in ihrem eigen Retrofilm vielleicht.

00:16:47: Man darf nicht weinen, man hört so die Großeltern oder die Eltern mit einer inneren Stimme.

00:16:53: Weinen ist nicht okay?

00:16:55: Darfst du nicht, solltest du nicht?

00:16:56: Gleichzeitig weint das eigene Kind weil sie sich gestritten haben.

00:17:00: was macht man sagt und vielleicht in dem Augenblick hört aufzustreiten.

00:17:04: ich will das nicht mehr hören.

00:17:06: Ja genau

00:17:08: Und jetzt muss man natürlich schauen wie lerne Ich unangenehme Gefühle auszuhalten mit meinen Kindern streiten.

00:17:17: Du hattest jetzt ganz am Anfang gesagt, es gibt diese eine Bloggerin oder Influencerin die dann sagt ja sie sollen sich mal streiten wir mischen uns da nicht ein.

00:17:27: Ganz soweit würde ich nicht gehen, weil Kinder je jünger sie sind brauchen einfach Kurbegleitung.

00:17:32: Brauchen Eltern die ihre Bedürfnisse sozusagen verbalisieren, die sie spiegeln, die dann da sind gegebenenfalls vielleicht ein Lösungsansatz gemeinsam entwickeln oder vielleicht auch mal was vorschlagen?

00:17:47: Vielleicht auch die Grenzen des anderen Kindes beschützen müssen wir mal schauen.

00:17:51: so ganz frei kann man den Kindern nicht lassen je nach Alter.

00:17:55: Wenn die gut, wenn jetzt vierzehn, fünfzehn und sechzehn wie auch immer sind dann geht's auch ganz anders.

00:18:00: aber ich rede jetzt eher von den kleineren Kindern weil da kommt Streit viel häufiger vor.

00:18:06: Und dann stehen die Eltern da und sollen wie gesagt mit diesen unangenehmen Gefühlen klarkommen.

00:18:11: und dann sage ich er Eltern erstmal Wie gehen sie mit ihren eigenen Gefühle?

00:18:15: Mit ihren eigenen Emotionen um?

00:18:17: welche Bedürfnisse denken Sie liegen dazu Grunde?

00:18:21: Welche Strategien haben sie?

00:18:23: Wie leben sie das im Alltag?

00:18:27: Können Sie sich mit dem Partner-Partnerin streiten, wie geht das eigentlich aus.

00:18:33: Ist Streit okay, darf man sich streiten?

00:18:36: Gab's Streit in ihrer Familie damals?

00:18:39: Wie sind ihre Eltern damit umgegangen?

00:18:42: Das ist alles Information, die man dann irgendwie so ein Puzzle zusammenstellt und es wird dann immer klarer.

00:18:48: Ich mal das auch wirklich an meiner Flip-Chat aus, wie so ein Puzzle.

00:18:51: Dann schreibe ich diese Informationen rein und die Eltern sagen, ah, oh!

00:18:56: Dann sind sie total überwältigt, dass sie dann sagen okay also es ist nicht nur ... Ich sehe meine Kinder streiten und ich habe jetzt einfach keine Lust am Abend.

00:19:05: Es gibt auch andere Themen... Die

00:19:07: in mir hoch kommen, die mich dann veranlassen da einzuschreiten sofort zu unterbinden.

00:19:13: Genau Und da ist es natürlich ... Das sind die Eltern komplett bei sich und dann sehen sie auch gar nicht, dass ein Kind bestimmte Bedürfnisse hat.

00:19:26: Ich möchte eine Rolle in meiner Familie, ich will vielleicht Macht- und Status und ich möchte wissen wer ich bin was ich kann?

00:19:35: Ich bin vielleicht eifersüchtig, ich wurde vielleicht entthohnt weil ich einen Geschwisterchen bekommen habe und es tut weh.

00:19:43: Da sind so viele Themen auch bei dem Kind Knallen einfach so viele Faktoren aufeinander, dass man dann sagen muss bei in jeder Familie muss man so ein bisschen herausarbeiten.

00:19:55: Ist es einfach gerade Geschwisterstreit?

00:19:59: Hat das was mit mir zu tun?

00:20:01: Kann ich diesen Geschwistersstreit vielleicht begleiten?

00:20:04: Was kann ich denn tun?

00:20:06: Weil ganz aus der Welt wollen wir jetzt nicht... definitiv nicht schaffen, weil es hat ja positive Effekte.

00:20:13: Und das heißt am besten ist es ich begleite meinen Kind auf irgendeine Art und Weise und da finde ich sie mal ganz gut zu schauen wie macht man das?

00:20:24: Also sowas wie... Man geht rein, man sieht zwei Kinder streiten dann spieglich erstmal so das was ich gesehen habe indem ich zum Beispiel sage Boah, ich hab gerade gesehen.

00:20:39: Ihr habt total gestritten und du siehst grade total ... Und dann irgendein das was ich sehe ohne eine Bewertung.

00:20:48: Ohne dass ich zum Beispiel sowas sage.

00:20:50: aber jetzt hör doch mal auf immer dem Markus die Schaufel wegzunehmen.

00:20:53: Es reicht dir jetzt einfach.

00:20:54: Das ist

00:20:55: halt ein Satz der geht super still über die Lippen

00:20:57: nach.

00:20:58: Man stellt sich ganz schnell auf die Seite von einem und zwar meistens auch auf die seite von den Eltern als schwächer angesehenen Kindern.

00:21:12: Weil das sage ich mal so ganz vorsichtig, weil man dann immer sagt okay der kriegt so häufig eins auf die Mütze... Da

00:21:18: muss sich ihm beschützen.

00:21:18: ...den Rücken stärken.

00:21:20: Völlig ok!

00:21:21: Man muss auch schützen und man muss auch die Bedürfnisse von allen sehen.

00:21:25: also wenn ich als Mama in dieser Situation bin ich habe zwei Kinder da muss ich natürlich das Kind Eins, Kind Zwei plus mich sehen ist ein bisschen schwierig aber es ist eine Übungssache.

00:21:35: Da hilft nebenbei auch die gewaltfreie Kommunikation.

00:21:38: Also wenn man sich da mal reinlesen will, das ist ganz toll wie man diese Schritte sozusagen wirklich umsetzen kann.

00:21:44: Jetzt bin ich da und denke was mache ich?

00:21:48: Ich spiegle die möglichen Bedürfnisse und Gefühle der Kinder.

00:21:52: Wenn es irgendwie dazu kommt dass da irgendwie Grenzen überschritten werden muss ich die wirklich gegebenfalls körperlich Einhalten, indem ich vielleicht ein Kind so ein bisschen weiter weg halte oder eine Schaue dass sich dafür beide irgendwie anwesend und da bin emotional verfügbar.

00:22:08: Und dann kann man sagen Ich sehe was die Situation beschreiben du wolltest gerade

00:22:16: Spielen aber er wollte nicht

00:22:18: genau und dein Bedürfnis war es gerade ist nichts zu teilen weil das eigentlich deinen Spielsack ist.

00:22:23: So.

00:22:24: und jetzt ist es natürlich ganz häufig dass Eltern sagen Ja, dann gibt das auch einfach zurück.

00:22:31: Was ist denn jetzt das Problem hier?

00:22:34: Man kommt ganz schnell mit Ideen.

00:22:36: Irgendwelche Ratschläge und Lösungsvorschlägen.

00:22:39: Und ich sage immer die Kinder sollen ja lernen ach krass!

00:22:43: Also es kann sein dass sie von außen wütend aussehen.

00:22:46: meine Mutter hat gesagt Ich bin vermutlich gerade wütende.

00:22:50: Sie hat mich noch mal in Bedürfnis gefragt und habe vielleicht gesagt ich wollte grade ich brauche gerade.

00:22:56: Dann kommt meine Mutter und sie stürbt mir jetzt nicht eine Idee über, die aus der Erwachsenenperspektive sicherlich super klingt.

00:23:06: Aber aus meiner Kinder-Perspektive macht das gar keinen Sinn.

00:23:09: Also lasse ich erst mal die Kinder vielleicht, wenn sie zu Ruhe gekommen sind – weil das ist ja auch immer hitzig!

00:23:14: So ganz so easy ist es ja nicht.

00:23:16: Das klingt ja theoretisch schon

00:23:18: mal super.

00:23:18: Praktische Wünschen sieht die Welt ganz anders aus... Aber wenn man das so mal geübt hat, auch vielleicht im Rohzustand vor dem Spiegel.

00:23:25: Dass man sich so ein bisschen mal schaut wie waren die letzten Situationen kann?

00:23:29: Wie könnte ich das vielleicht verbal begleiten können?

00:23:32: Dann kommt man irgendwann dazu dass man sagt okay habt ihr denn eine Idee wie es jetzt gerade hier weitergehen kann?

00:23:38: und vielleicht sagen die dann auch wir wollen miteinander spielen Und dann finden sie eine eigene Lösung.

00:23:43: Wenn Sie wirklich gar nicht gar keine idee haben Dann können natürlich Eltern auch sagen, wäre das ein Vorschlag.

00:23:50: Wollt ihr das probieren?

00:23:51: Aber erst mal alleine.

00:23:53: Erstmal

00:23:53: sollen sie...

00:23:54: Also erstmal Sie runterkommen lassen irgendwie und dann sagst du, wenn es körperlich zum Beispiel ist oder gefährlich Sie einfach voneinander weghalten warten bis es sich beruhigt hat, dann sind die ja aber meistens gar nicht mehr in der Spielsituation.

00:24:05: Das heißt ich nehme die mir dann irgendwie beim Abendessen oder was und sage du...

00:24:08: Am besten in der Streit-Situation noch!

00:24:10: In der Streitsituation, okay.

00:24:12: Ja,

00:24:12: in den Streits situation reingehen Bedürfnisse, Gefühle spiegeln.

00:24:16: Nicht bewerten Situation beschreiben und dann schauen... Was braucht ihr jetzt gerade bei dir?

00:24:23: Und was braucht ihr, um gemeinsam vielleicht weiterspielen zu können.

00:24:27: Ein Lösungsansatz.

00:24:29: Lösungsorientierte Fragen.

00:24:30: Genau ich frag dann einfach okay, was können wir jetzt machen damit das Spiel funktioniert?

00:24:33: oder was könnt ihr jetzt machen?

00:24:34: weil du bist ja nicht dabei.

00:24:35: Ich bin nicht dabei

00:24:36: und nicht so.

00:24:37: es gibt viele Eltern die dann verschachtelte Sätze viel zu komplizierte Worte viel zu viele Sätze benutzen.

00:24:45: dann sage ich mal so nein bleibt wirklich je nach Alter des Kindes Je kürzer, desto besser.

00:24:51: Je klarer, destor besser.

00:24:53: Also wirklich runterbrechen?

00:24:56: Was brauchst du gerade?

00:24:57: Was braucht ihr grade?

00:25:00: Du willst das und das... Okay was ist die Idee?

00:25:04: Habt ihr einen Kompromiss gefunden?

00:25:07: Und dann kann man Kompromisse finden lassen und ausprobieren ob es funktioniert Und das dann wiederum verstärken, dass man sagt, ich finde es so toll, dass wir jetzt ein Kompromiss gefunden haben als Familie.

00:25:19: Weil das wünscht man sich auch auf der Elternebene und auf der Wachsenebene, wenn man einfach Konflikte hat, dass ihr irgendwie dazueinander findet und nicht jemand die Tür knallt und weggeht und man sich darüber gar nicht mehr austauscht.

00:25:30: Was ich gerade beim Thema Geschwister streite und Konflikte und Geschwisters, die sich gegenseitig doch vielleicht... mehr raufen, da finde ich immer schön auch gemeinsame Aktivitäten zu finden die sie verbinden.

00:25:45: Die nur wirklich für die beiden dann irgendwie in der Familie etabliert werden das die Zweigschwister vielleicht gegen die Eltern irgendwie rennen irgendeinen Spiel oder sonst was.

00:25:59: es kann auch sein dass sie gemeinsam irgendwas brauchen außerhalb von Zuhause dass sie zwei Schaufel mitnehmen und irgendwie gemeinsam überlegen, was die für eine Burg draußen im irgendwo bauen.

00:26:11: Also als Team?

00:26:12: Als Team also wie wirklich Geschwister ja ihre Beziehung stärken können da helfen wirklich Rituale regeln je älter sie werden welche Regeln haben denn wenn zum Beispiel jemand acht ist, ein anderes sechs.

00:26:29: Welche Regeln gibt es zu Hause?

00:26:32: und dann sagen die aber das ist unfair der darf jetzt noch mal eine halbe Stunde länger Fernsehen schauen oder was weiß ich fast?

00:26:37: Und dann sagt man ja das verstehe ich du hast recht da fühlst du dich jetzt gerade ungerecht behandelt.

00:26:43: dein Bruder darf länger Fernseh schon weil er acht ist.

00:26:47: das darfst du auch wenn du soweit bist denn Bruder muss aber auch die Spülmaschine ausräumen.

00:26:52: Was kommt mit dem Alter wo sie mehr Möglichkeiten haben, wo sie mehr Privilegien haben.

00:26:58: Welche Pflichten kommen noch dazu?

00:26:59: Dass die Kinder dann auch wirklich ernst genommen werden wenn jemand kommt das ist unfair ja ja es immer unfair punkt.

00:27:06: also das ist dann so klar oder wegreden

00:27:08: genau

00:27:08: und es soll man nicht tun.

00:27:10: ich sehe schon dass aber es ist soweil

00:27:13: Genau, es ist so.

00:27:14: Weil dass man sagt ich verstehe das sich total ärgert darf ich mich erklären.

00:27:19: Darf ich dir das kurz so und dann erzählt man die Regeln die Pflichten die ältere Geschwister vielleicht haben.

00:27:27: Und das ist hilfreich.

00:27:30: Natürlich gibt es Kinder, die immer das Wort Unfair benutzen.

00:27:32: Alles ist Unfair!

00:27:34: Man muss ja auch schauen wo man wirklich erklärt und wann man vielleicht auch Erklärungen irgendwie verwässert und das wird an alles nicht so... Ich glaube, da kennt man ja.

00:27:42: aber anhand

00:27:42: der Situation.

00:27:43: also

00:27:43: wenn jetzt irgendwie das sechste Stück Kuchen und er sagt ne, ist es aber Unfair dass ich jetzt keinen Siebtes bekommen oder so?

00:27:48: Das ist ja, ich sage mal Ich will nicht sagen, nichts ernst zu nehmen ist.

00:27:53: Aber das ist ja kein wirkliches

00:27:54: Problem.

00:27:57: Es gibt keine sieben Stückungen für niemanden in dieser Familie.

00:27:59: Gibt es sieben Stückungen so ungefähr?

00:28:01: Nur

00:28:02: Veylal!

00:28:03: Ja hier stehen auch, ehrlich gesagt steh ich gerade noch vier Stück.

00:28:08: Was ich sehr häufig erlebe in Geschwisterstreitigkeiten ist wenn ich mir so Verhaltensbeobachtung anschaue dann dass Eltern rhetorische Fragen stellen warum hast du das gemacht?

00:28:18: Kinder haben gar keine Idee, warum sie das vielleicht so gemacht haben.

00:28:22: Je nach Alter natürlich und Reflektionsfähigkeit.

00:28:25: Und dass man von solchen Themen vielleicht weggeht, weil es führt dir zu nichts.

00:28:30: Also

00:28:30: direkt der Fragen, dass man sagt, warum hast du ihn oder hast du ihm gehauen?

00:28:33: Weil du dich jetzt geärgert hast, dass er dir den ... Das Auto weggenommen hat oder

00:28:37: was?

00:28:37: Genau!

00:28:38: Du kannst wenn du dein Gefühl erfragt hast Bedürfnis... Du beschreibst ja die Situation sowieso.

00:28:44: Und dann kannst du auch ganz klar sagen Boah, ich sehe ... Du hast vermutlich die Schaufel weggedommen.

00:28:53: Weil du grade ein ganz großes Bedürfnis hattest, damit zu spielen?

00:28:59: Das sieht ja richtig cool aus!

00:29:01: Kann ich auch irgendwo verstehen.

00:29:03: Was ist dann passiert?

00:29:04: Und dann hat man nichts bagatellisiert, nichts klein geredet, nichts verheimlicht, ignoriert oder sonst was.

00:29:11: Sondern man isst bei diesem Kind und sagt, ich seh dich, ich nehme das ernst Und ich sehe die Gefühle, deine Bedürfnisse.

00:29:18: Vielleicht hab' ich auch eine Idee, wie man jetzt damit umgehen kann?

00:29:21: Die Strategie und ja...

00:29:24: Aber die Strategie lässt du sie grundsätzlich erst mal selber!

00:29:26: Wenn's dann nicht funnst wenn da nichts darum kommt dass du dann eben als Mama sagst könnte vielleicht ne Lösung sein wenn du während sie das Auto hat, was ihr nicht teilen möchte.

00:29:38: Vielleicht kannst du dann Dein Polizeiauto holen dann spielt ihr so weiter, dass du ihn dann so strategien.

00:29:43: Zum Beispiel oder wenn die richtig aufgebracht sind am Anfang bevor man überhaupt in diese ganze Geschichte reingeht muss man ja auch überlegen Wenn die so gefrustert sind Brauchen sie vielleicht drei Minuten.

00:29:55: sollen die noch mal stampfen sollen sie nochmal ein paar Kisten gegen die Wand werfen?

00:29:58: Oder wie können sich beruhigen atmen um dann erstmal die Grundlage dafür zu schaffen, dass wir jetzt weiterreden.

00:30:06: Ich mache mal vielleicht so ein Beispiel.

00:30:09: Ich sag dann immer erst einmal kurz durchatmen wenn ich sowieso gerade vielleicht mit anderen Dingen beschäftigt war und die letzte E-Mail noch für Arbeit geschrieben habe und ich bin super gestresst.

00:30:19: Dann werde ich nicht da reingehen... ...und da jetzt nochmal diese ganze, sozusagen dieses Steps durchlaufen können.

00:30:27: also muss ich erstmal überlegen brauche ich zwei Minuten um mal vielleicht was zu trinken?

00:30:32: Und dann!

00:30:33: Du als Mutter, Papa

00:30:34: oder Mama?

00:30:36: Und dann sagst du was wie ... Ich hab gehört, dass ein Spielzeug gegen die Wand geflogen ist.

00:30:41: Punkt!

00:30:42: Ich habe jetzt niemanden verglichen.

00:30:45: Ich hab noch nicht auf keine Seite gestellt, was ich ja nicht machen soll.

00:30:49: Dann, äh, ich sehe gerade das ihr beide wütend seid.

00:30:53: Gut wäre es, wenn ihr euch erst mal beruhigt, wir suchen gleich gemeinsam nach einer Lösung.

00:30:58: Das wäre eine Option.

00:31:01: Weil ... Es ist ja so, dass die sagen, meins und deins.

00:31:05: Sonst kann es sein, dass da alles hin- und hergeht.

00:31:08: Das heißt, die Gefühle erforschen Spiegeln.

00:31:11: Und dann abwarten bis die starken Gefühlen, die so hochgekocht sind runterfahren, bis sie reguliert sind, nicht bewerten oder bevorzugen.

00:31:20: Dann lassen wir beide Kinder erzählen was vorgefallen ist, fassen den Konflikt kurz zusammen ... Was brauchen beide?

00:31:26: Bedürfnisse aussehen!

00:31:27: Wenn ich dich richtig verstanden hab, wolltest du alleine mit spielen Und du möchtest mit deiner Schwester spielen.

00:31:34: Du willst gerade Nähe und Bindung zu deiner Schwestern.

00:31:37: Und du möchtest grade Spielen, und du möchst mehr Spaß haben grade.

00:31:41: Mhm.

00:31:42: Also einer will ... Viel

00:31:44: näher?

00:31:44: Der andere will

00:31:45: grad gar keine.

00:31:47: dann über alternativen Lösungen nachdenken.

00:31:50: Das ist jetzt wirklich verzweckt, das kann man ja sagen, man ist ehrlich und authentisch.

00:31:54: Wenn es verzwickt ist, ist es verzweckend!

00:31:56: Da kann ich euren Ärger verstehen... Ich bin wirklich sehr gespannt welche Ideen euch sozusagen einfallen um die Situation zu lösen.

00:32:03: oder wenn's gar nicht geht und die haben keine Ahnung oder die sind viel zu jung Dann kann man natürlich auch einen Vorschlag machen wie fennet ihrs wenn?

00:32:10: Und das ist auch eine ganz coole Sache weil ich mir denke okay Wir greifen nicht zu schnell ein.

00:32:18: Weil eigentlich, wenn wir wirklich ehrlich sind, greifen wir in vielen Situationen als Eltern relativ schnell ein und beenden die Sache.

00:32:27: Wir lassen auch mal nicht die Kinder in unangenehmen Gefühlen ...

00:32:32: Wir holen dich da halt immer raus direkt?

00:32:34: Ja!

00:32:35: Und wir sind zu schnell im Beruhigen und zu schnell beim Beschwichtigen.

00:32:39: und dann sage ich immer, wenn ich dabei bin und keiner verletzt sich körperlich darf auch jemand mal ein paar Minuten Oder ein bisschen länger wütend sein oder traurig sein und die Tränen dürfen auch mal fließen.

00:32:51: In meiner Praxis habe ich einen Tempospender auf dem Tisch, aber ich biete es den Eltern nicht an wenn sie weinen weil die Tränen dürfen rollen und die sollen rollen Und Sie entscheiden welche Strategie sie sozusagen nutzen möchten.

00:33:06: Wenn sie sich in Tempo holen wollen rausziehen wollen, dann machen sie das.

00:33:10: Aber ich unterbreche keinen emotionalen Vorgang und es finde ich mal ganz wichtig dass wir sagen Wir müssen das auch lernen als Eltern und Kinder müssen auch mit unangenehmen Gefühlen Leben lernen weil die kommen ja immer wieder.

00:33:26: Es ist ja nicht so, dass wir die Kinder in den Watte packen und da passiert nichts.

00:33:30: Deswegen habe ich auch häufig große, große Sorgen dass Kindern zum Beispiel diese Frustration Toleranz das die so niedrig ist und dass viele Kinder gar nicht so in Frust bleiben.

00:33:40: Und auch mal lernen wie sie da rauskommen.

00:33:43: Da finde ich es wichtig einfach auch mal durchatmen begleiten lernen wenn man unangenehme Gefühle zulassen kann.

00:33:52: Das ist noch was anderes.

00:33:53: und sagst du es gibt so Streit Arten von Streit da greif ich ein.

00:33:58: Und es gibt Arten von Streit.

00:34:00: Das könnt ihr auch einfach mal laufen lassen, weil sie lernen mehr aus dem Laufen lassen als wenn ich jetzt einschreite?

00:34:07: Zum Beispiel körperliche Themen.

00:34:10: Wenn da wirklich Übergriffe stattfinden, dann muss man sofort eingreifen.

00:34:15: Aber auch wenn meine Tochter ... Ich hab ja auch zwei Kinder, wenn ein Kind grade in Ruhe lesen möchte und sagt, ich möchte gerade in Ruherlesen eine Grenze aufzeiten, einen Bedürfnis äußert, versuche ich das andere mit dem anderen Kind zum Beispiel was zu spielen.

00:34:31: Oder wenn es dann immer wieder versucht sozusagen kind eins so ein bisschen zu stören hinzugehen ganz klar zu sagen, ne?

00:34:38: Wenn sie ist von alleine nicht schafft ihre Grenze aufzuzeigen.

00:34:41: Schau mal hier ist die Grenze ihr Bedürfnis ist gerade zu lesen dein bedürfenes ist grade nähe.

00:34:45: Ich versteh das.

00:34:46: möchtest du denn mit mir etwas machen oder sollen wir irgendwas anderes tun?

00:34:50: Was brauchst du gerade um deinen bedürfnisse zu stellen?

00:34:53: also ich versuche dann wirklich auch einzugreifen wenn notwendig.

00:34:57: Aber ganz, wie gesagt je nach Alter des Kindes ist es halt auch total schwierig dass sie ihre Gefühle und Bedürfnisse so kommunizieren können wie ich das jetzt gerade beschrieben habe.

00:35:07: Das wäre natürlich wunderbar.

00:35:09: aber das lernen Sie!

00:35:11: Und zwar durch uns... Wenn wir sie kobegleiten und wenn mir diesen Themen, die Sie haben Worte geben.

00:35:17: Stell dir mal vor, du würdest heute irgendeinem Gefühl erleben?

00:35:21: Und du wüsst es nicht was das ist.

00:35:22: Das kribbelt in deinem Bauch, in deinen Gedanken.

00:35:24: sind irgendwelche Themen.

00:35:26: Und keiner sagt dir ach, ich weiß wie dein Gefühl heißt so-und-so.

00:35:32: Ich hab da eine Idee, es gibt so ne Strategie.

00:35:34: Es ist ja schon entlastend.

00:35:36: Und wir ... ich sag jetzt mal viele Eltern, die sehr bewusst erziehen Die machen das dann auch mittlerweile automatisch, dass sie auf diese Gefühle eingehen und die Bedürfnisse in den Vordergrund stellen.

00:35:51: Aber auch die Eigenbedürfnisse – vielleicht macht was mit mir gerade?

00:35:54: Kann man ja auch damit dem Partner besprechen oder mit der Partnerin am Abend?

00:35:58: Das macht etwas mit mir, dass Kinder sich ständig streiten!

00:36:02: Und würdest du einschreiten oder korrigierst du zum Beispiel wenn die sich beschimpfen?

00:36:08: Es ist manchmal so, du bist ein dumm Kopf Ich finde dich gerade richtig scheiße oder irgendwie sowas.

00:36:14: Also würdest du sagen Eltern sollen da auch korrigierend in so einen Streiteingreif und sagen Beleidigungen dulde ich hier in dem Haus nicht, möchte ich nicht?

00:36:25: Ist das einfach ein Ausdruck von der Wut, der jetzt gerade

00:36:28: sein muss?

00:36:29: Also jede Familie hat ja so seinen eigenen Weg eigene Regeln.

00:36:31: Bei manchen ist es du bist blöd völlig okay bei anderen geht es gar nicht.

00:36:35: Es kommt immer darauf an welche Regeln habt ihr zu Hause aufgesetzt.

00:36:38: Auf der anderen Seite ist es natürlich zum Beispiel ich habe so Sätze die manchmal grade bei kleinen Kindern auch den Eltern Angst macht.

00:36:46: Ich will dass meine Schwester stirbt.

00:36:48: Die wissen ja gar

00:36:48: nicht, was es bedeutet.

00:36:50: Aber dann ... Was sagst du da?

00:36:52: Du willst, dass deine Schwester stirbt?

00:36:54: Dann kommt sie nie wieder!

00:36:56: Das sind so Sachen... Es ist ja nun Ausdruck von ich kann gerade meine Bedürfnisse und meine Gefühle überhaupt nicht äußern.

00:37:01: Ich hab keine Ahnung wie ich jetzt erzählen soll, was in mir vorgeht.

00:37:04: Und dann kommt so ein Satz raus der vielleicht diesen intensiven Inneren diese Anspannung sozusagen außen ablässt.

00:37:12: Und dann kann man auch sagen, du wolltest grad sagen ein Schwester soll zum Beispiel sofort aus deinem Zimmer verschwinden weil du da alleine spielen wolltest.

00:37:20: Dass man dieses Bedürfnis vielleicht dann einfach übersetzt ohne zu korrigieren hör auf so was zu sagen sondern ich habe gerade gehört dass du gesagt hast deine Schwester das soll sterben Du wolltest und dann ist es bedürfen ist und dann lernt das Kind auch ach krass okay vielleicht sage ich das nächste mal einfach geh raus aus meinem Zimmer.

00:37:40: Also nicht so mit diesem erhobenen Zeigefinger, ich korrigiere.

00:37:44: Sondern vielleicht wiederholend spiegelnd

00:37:46: und übersetzen?

00:37:47: Genau!

00:37:48: Ich sage immer, Bedürfnisohr hört mit dem Bedürfsohr hin.

00:37:51: übersetzt für die Kinder weil sie sind am Anfang noch nicht in der Lage und je nach Alter wird es immer besser.

00:37:59: Und wenn wir dann sehen, ich habe viele Kinder, die wirklich bindungsbedürfnisorientiert aufwachsen in meiner Praxis, die können sich so toll ausdrücken.

00:38:07: Ich finde das so bemerkenswert, dass ich den Eltern immer gratulieren sage, ihr Kind kann innere Vorgänge mit mir besprechen ... Da dürfen sich wirklich auf die Schultern zehnmal klopfen.

00:38:24: Das machen sie so toll, da haben Sie scheinbar sehr lange so Co-Begleiten können, dürfen ...

00:38:31: Ja.

00:38:31: Prima!

00:38:32: Also das heißt, Geschwisterstreit ist normal.

00:38:34: Geschwistersstreit darf und soll auch gelebt werden denn da lernen Sie auch einfach gewisse Dinge ihre eigenen Grenzen zu schützen Konflikte auch zu lösen und ruhig mal streiten lassen bis Sie an ihr Ende kommen sozusagen, bis Sie nicht mehr weiter wissen außer es ist körperlich

00:38:51: oder wie gesagt, wenn man das Gefühl hat okay ich muss übersetzen weil sie noch sehr jung sind und ja eigentlich gar nicht so austragen können auf so einer ordentlichen Plattform.

00:39:04: Genau eine Sache fehlt mir noch.

00:39:06: Und zwar zum Beispiel diese Geschwister-Eilversucht durch die Entronung vielleicht die Geburt des Geschwisters Kindes.

00:39:13: Ach dass du meinst, dass da immer so ein schwebender Konflikt einfach ist?

00:39:18: Weil das eine Kind sich... weniger

00:39:21: geliebt gesehen fühlt.

00:39:23: und zum beispiel du verbringst super viel zeit mit dem wenn man ein stillendes kind also wenn man stillen muss oder darf kann wie man sagen möchte.

00:39:36: Und da ist noch ein weiteres kind und das kind sieht immer wieder ein kleines kind auf dem schoß der mama und bekommt halt dann weniger.

00:39:45: und dass es dann zb, das vielleicht aufgreift, dass man dann da auch sagt du musst es gerade voll lang warten.

00:39:56: Ich kann es verstehen, dass du das ungerecht findest, ne?

00:39:59: Dass ich jetzt stillen wollte und du musstest warten.

00:40:02: Dass man dann wirklich auch darauf eingeht weil dann so eine Geschwister einfach versucht langsam vorbeugt indem man sagt ich seh dich ich höre dich ich geh darauf ein Und ich bevorzuge hier niemandem.

00:40:14: Es geht nur darum dass kleine Babys gerade gestillt werden müssen.

00:40:16: wir sie schaffen's ja nicht anders.

00:40:19: Das finde ich sehr wichtig.

00:40:20: und wenn ein Geschwisterchen unterwegs ist, muss man natürlich die Geburt und.

00:40:26: Die mögliche Ankunft sozusagen gut vorbereiten damit gerade man dieser einfach sucht oder eine möglichen Einversucht entgegenwirken kann.

00:40:34: und dazu gibt es noch einen Thema.

00:40:36: das habe ich Auch nicht so häufig, aber ich habe das Thema.

00:40:42: Es gibt auch eine Diagnose die nennt sich emotionale Störung mit Geschwisterrivalität.

00:40:46: Das heißt wenn Kinder Wenn das nicht mehr im normalen Rahmen ist wenn man das nicht bei begleiten kann sondern wirklich feindselige Themen dann langsam Im geschwisteralltag sozusagen auftauchen da mein sehr häufig körperlich wird und die kinder dann sich wirklich gegenseitig Ja Ablehnen, nicht gemeinsam an einem Tisch sitzen wollen.

00:41:13: Oder sich komplett nicht mehr lösen vielleicht so regressives Verhalten zeigen wie ich jetzt einen Daumen und ich möchte auch eine Windel haben.

00:41:21: Und da muss man natürlich schauen dass... Wenn da vielleicht eine Diagnose, wenn das wirklich extrem die Familie belastet.

00:41:28: Dass man dann auch wieder professionelle Hilfe in Anspruch nimmt um dem relativ schnell entgegenzuwirken.

00:41:34: Damit

00:41:34: es nicht noch tiefer und fester ist?

00:41:35: Genau.

00:41:37: Und damit sich die Kinder irgendwann zusammenkommen können, doch eine gute Beziehung haben können.

00:41:43: Weil das beeinflusst sich ja.

00:41:44: Die Geschwisterbeziehung verändert sich zwar im Laufe der Jahre.

00:41:47: Man kennt das meistens so in der Pubertät hat man einen eigenen Interessenhobby sonst was.

00:41:51: Man lebt sich vielleicht ein bisschen auseinander Irgendwann im Alter findet man

00:41:55: wieder zusammen.

00:41:56: Genau und da ist es wirklich wichtig, dass man da immer wieder in Kontakt mit den Kindern bleibt um dann zu schauen was braucht denn jeder hier in der Familie?

00:42:07: Ja okay aber das ist jetzt ein krasser Extremfall würde ich sagen.

00:42:11: ansonsten sind die alltäglichen familiären Streitigkeiten um eine Puppe Auto keine Ahnung was normal.

00:42:18: einfach auch hier wieder, das hatten wir ja schon bei ganz vielen Themen.

00:42:21: Einfach beim Kind bleiben und ihnen helfen zu übersetzen was sie gerade fühlen

00:42:25: ne?

00:42:26: Genau!

00:42:26: Okay

00:42:27: prima sehr gut hast du noch etwas?

00:42:30: eigentlich nicht

00:42:32: sehr gut.

00:42:32: dann haben wir das Thema auch bearbeitet

00:42:35: und wir

00:42:36: hoffen dass wir euch da so ein bisschen helfen konnten.

00:42:37: wenn ihr so zwei kleine Gangster Zuhause habt die sich gerne mal streiten So, das war's für heute.

00:42:46: Das war Wassenkinderkram – der Joy-Podcast für euch von mir, eurer Ellie!

00:42:51: Damit ihr absolut nichts verpasst, abonniert unseren Podcast und folgt uns auf Instagram.

00:42:56: Ich

00:42:56: freue mich auch auf euch!

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