Wut und Ängste – Gefühle, die nicht nur Kinder, sondern auch wir Eltern erleben
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00:00:00: Liebe Hilal, heute reden wir über Elternängste und ich nenn's jetzt mal so Elternwut womit ich mein dass man die Beherrschung in Situation verliert obwohl man es nicht möchte.
00:00:13: Und Elternängst und Elternmut sind glaube ich außer du verbesserst mich gleich für mich vielleicht so eng miteinander verbunden.
00:00:21: und wenn wir über das Thema Ängste reden da gibt's ja ganz ganz viele.
00:00:27: Da gibts die Angst ums Kind Die Angst um sich selbst auf einmal und vor allem aber die Angst, was falsch zu machen.
00:00:35: Und darüber würde ich gerne heute mit dir reden!
00:00:51: Ja, vielen Dank für die Einladung.
00:00:53: Ich freue mich.
00:00:54: Elternängste und Erziehungsfehler und die Themen, die du jetzt genannt hast... ich denke das beschäftigt einfach ganz viele Eltern wenn sie am Abend im Bett liegen dann drehen sich die Gedanken genau um diese Themen.
00:01:06: deswegen bin ich froh dass wir heute über genau diese Themen sprechen.
00:01:11: fangen mir vielleicht mit Elternängsten an.
00:01:12: Fangen
00:01:13: wir an mit Elternengsten.
00:01:14: Genau.
00:01:15: Elternängst.. ich glaube jeder kennt das so vielleicht sogar gleich direkt, wenn man schwanger ist.
00:01:22: Wenn man schaut sich das so an, viele viele kommen auf einen zu und sagen warst du schon beim Geburtsvorbereitungskurs achtest du es doch auf deine Ernährung?
00:01:31: Und auf einmal merkt man oh Gott was muss ich denn alles machen?
00:01:34: Ich
00:01:34: wollte auch nur Schwanger sein!
00:01:36: Ich wollte doch jetzt erstmal einfach nur schwanger sein.
00:01:39: Einmal nur schwangere sein, was ist hier los?
00:01:40: Genau
00:01:41: und dann gibt es ja auch tausend Bücher- und Erziehungsratgeber und sonstwas.
00:01:45: und relativ schnell stellt sich dann schon mal so ein Druck Und der steigt, dieser Level wird immer höher und höher.
00:01:53: Man weiß gar nicht wohin damit.
00:01:56: Es geht meistens um diese tief verwurzelte Sorge ... Ich mach irgendwas falsch oder nicht genug oder kaputt.
00:02:05: Das sind immer so die drei Themen.
00:02:08: Woher kommt das eigentlich?
00:02:09: Eigentlich könnte man ein paar Gründe vielleicht auch mal gleich mit reinnehmen.
00:02:14: der gesellschaftliche Druck, wenn ich schon höre.
00:02:17: Die Großeltern sagen vielleicht was die beste Freundin trägt noch etwas bei und man sieht ja dann auch diese ideale Schwangerschaft oder wie Wie ist es denn mit der Geburt?
00:02:30: Wie soll die
00:02:30: stattfinden?".
00:02:31: Und da sind so viele Gedanken, so viele Ängste, die dann auf einmal hochkommen.
00:02:36: Die meisten Patienten und Patientinnen oder Bezugspersonen, die bei mir sitzen in der Praxis, die sagen dann ab der Geburte habe ich gemerkt... Ich hab richtig große Ängstre!
00:02:49: Genau, so ging's mir auch.
00:02:50: Kann nicht nur bestätigen.
00:02:51: Ich hab zu meinem Mann gesagt, Mitte-Geburt oder kurz nach der Geburs.
00:02:57: Ich glaube, das war wirklich im Krankenhaus noch.
00:03:00: Ist mir bewusst geworden dass ich nie wieder in meinem Leben ohne Angst sein werde mal angefangen mit der Angst ums Kind, dass du einfach gehofft hast okay jetzt ist dieser kleine Kerl draußen und jetzt kommt irgendwie diese Untersuchung jetzt kommt der Arzt es mit dem Herz alles gut ist hier alles gut aber auch einfach diese komplette Gedankenwelt die sich aufgebaut hat.
00:03:24: oh Gott Wie wird das alles?
00:03:26: Der kommt ja irgendwann Kindergarten.
00:03:28: Die Schule, der wieder irgendwann mal achtzehn, der fährt dann irgendwann auch tot oder geht auf Partys.
00:03:32: Mir ist bewusst geworden ich werde nie wieder angstfrei
00:03:34: sein.".
00:03:35: Genau und es bericht mir eigentlich ganz viele Eltern in der Anamnesezeit in der ersten Stunde und da nehme ich mir auch ganz viel Zeit weil diese Angst muss erst einmal gehört werden.
00:03:45: die ist berechtigt wir sind verantwortlich für unsere Kinder.
00:03:50: aber wann ist es vielleicht zuviel?
00:03:52: Wann schadet man sich selbst und dem Kind vielleicht auch mit diesen Ängsten?
00:03:56: Man überträgt ja auch solche Sachen.
00:03:58: Und wenn ich dann so ein bisschen schaue, dann bespreche mir sozusagen woher kommen diese Sachen?
00:04:06: und dann kommen wirklich diese Themen wie die Nachbarn, die Großeltern also der gesellschaftliche Druck, wie ich eigentlich als Eltern sein sollte Und dann kommen natürlich diese ganzen Themen.
00:04:19: Oh Gott, sowas wie Informationsflut aus dem Internet, soziale Medien, Beiträge posten was man alles ja falsch machen kann bei der Erziehung und wenn man bloß irgendwie einen Satz falsch sagt Dann ist die Beziehung kaputt.
00:04:33: das wollte
00:04:33: ich auch gerade sagen.
00:04:34: es sind Die äußeren Faktoren Ja und Es Ist Ja Auch.
00:04:39: Also Diese Bedürfnis orientierte erziehung oder Die ist Ja super und Ich Bin auch Total froh dass wir da sind und immer stärker in die Richtung gehen, aber ich finde die macht auch Angst.
00:04:51: Ja natürlich!
00:04:52: Weil du
00:04:53: einfach immer am reflektieren bist zumindest... Ich habe das ein paar Podcasts schon mal erwähnt.
00:04:59: also jeden Abend gehe ich diese Situationen durch von denen ich denke warum hast denn da jetzt so uns reagiert?
00:05:07: Und ich finde es ist so schwierig.
00:05:12: Man fragt sich zwischendurch immer, war der Punkt denn schon da?
00:05:15: Dass ich dem irgendwie ... dass ich meinen Sohn oder meine Tochter in Anführungsstrichen versaut habe.
00:05:21: Also das ich ihr jetzt schon irgendwas mitgegeben hab entweder durch übersteigerte Kontrolle oder durch... Naja, ich weiß es gar nicht so richtig, dass ich nicht immer die Geduld hatte oder dass ich da laut geworden bin.
00:05:39: und dann kommen so Situationen wo ich denke hmmm Ist er selbstbewusst, ist sie selbstbewusst?
00:05:46: Ist ja stark genug.
00:05:47: Hab ich in den ersten Jahren schon so viel vielleicht die Beherrschung verloren oder ihm zuviel abgenommen dass ich ihn jetzt schon versaut habe?
00:05:55: also man ist ja ständig am Korrigieren des eigenen Verhaltens.
00:05:59: genau diese ständigen Also diese innere Kritiker eigentlich, der ja so überhöhte Ansprüche zum Teil an die Eltern weitergibt und sagt sowas wie Du musst doch daran denken.
00:06:09: Weil wenn du nicht daran denkst dann könnte das und dass passieren.
00:06:12: Die Rechnung kriegst du noch in der Pubertät oder wenn er später erwachsen ist und sonst was.
00:06:18: Das heißt diese Ängste die Eltern haben woher dir auch erst mal kommen?
00:06:23: Das ist so die erste Aufgabe die ich jetzt mit meinen Eltern in der Praxis... Erarbeite.
00:06:29: also was denkst du denn?
00:06:31: Was die Gründe sind dass deine Ängste vielleicht so groß sind aktuell und dann schraubt man sich das auf.
00:06:37: Ob es jetzt wirklich Social Media ist, dann sage ich mal so was passiert denn jetzt wenn Du pausierst Wenn Du dir die Accounts mal nicht anschauest?
00:06:44: Du hast schönes Thema wieder bedürfnisorientierte Erziehung Bindungs- und Bedürfnisse orientiert.
00:06:49: erziehungen.
00:06:50: Es gibt's Das gibt es ja schon Ewigkeiten Aber Dass das Jetzt So Als Ich sag Jetzt Mal Vielleicht als Titel als Hype möchte ich nicht sagen, vielleicht ist das ein bisschen falsch ausgedrückt.
00:07:03: Aber
00:07:04: Bewegung oder als Drehung,
00:07:06: als Trend sozusagen kommt und viele Eltern auch in so eine Überforderungssituation führt.
00:07:12: Das sehe ich definitiv auch in der Praxis weil man es vielleicht missverstehen kann was man hinter diesen Konzepten was sich dahinter versteckt also zum Beispiel Bedürfnis orientiert bedeutet ja auch bedürfnisse der Eltern müssen mitgedeckt werden.
00:07:28: Aber viele, viele Mütter vor allem auch natürlich Väter sind bei den Bedürfnissen der Kinder die er fragen was brauchst du gerade?
00:07:39: Ja und wer fragt dich was du gerade brauchst?
00:07:42: also diese Eltern?
00:07:44: was das Thema bedürfnisorientiert angeht da muss man natürlich schauen wie bekomme ich meinen eigenen individuellen Weg zu Hause hin.
00:07:53: Also sehe ich denn die Bedürfnisse meiner Kinder, sehen sie auch meine Bedürbnisse?
00:07:57: Es ist ja super wenn die Kinder so was sehen wie ... Oh Gott!
00:08:00: Meine Mutter hat gerade gesagt, sie möchte in Ruhe ihren Kaffee trinken.
00:08:06: Sie zeigt ihre Grenze äußert ihre Bedürfenisse, meine Mama hat Bedürffnissen.
00:08:12: Das ist ja auch mal etwas Schönes dass ihr Kinder das sehen.
00:08:15: Wie kann ich mich... Das kann man natürlich ab einem bestimmten Alter.
00:08:18: einem Baby kannst du ja nicht sagen, du weinst jetzt hier das
00:08:20: Stoff.
00:08:21: Entschuldigung!
00:08:22: Sorry ich hab jetzt gerade keinen
00:08:23: Kaffee.
00:08:23: Du musst jetzt ein bisschen hier... Aber genau aber je älter die Kinder werden ist so.
00:08:28: mehr kann man natürlich auch sagen hier.
00:08:30: ich möchte grade meine Bedürfnisse ausleben, die möchte ich stillen, ich habe auch Bedürfenisse und sie sehen so und so aus.
00:08:36: dann lernen die Kinder natürlich meinen Gegenüber hat Bedürffnisse.
00:08:38: Ich muss auch darauf achten und das ist ja auch schön weil sonst sind wir immer bei diesen Bei den Bedürfnissen der Kinder und stellen und tun uns sind total erschöpft und können nicht mehr.
00:08:49: Das ist auch ein Faktor, was auf diese Elternängste natürlich auswirkt.
00:08:54: wenn ich am Abend total erschölbt im Bett liege Wie kann ich denn überhaupt noch vielleicht positive funktionale Themen überhaupt noch sehen?
00:09:03: Oder sehe ich dann nur noch aus dieser negativen Brille Und scannen nur noch alles ein was sich vielleicht Falsch gemacht habe.
00:09:11: Vielleicht,
00:09:11: vielleicht
00:09:12: wissen wir ja gar nicht wie weit sozusagen diese Folgen dieser Tat überhaupt, wie weit das reicht?
00:09:22: Weil ganz toll und es wird viele Eltern entlasten.
00:09:26: Sichere Bindung und das sind wirklich ganz viele die in meiner Praxis haben eine sichere Bindung zu ihrem Kind.
00:09:33: Das heißt sie sind emotional verfügbar für das Kind.
00:09:36: Und da kann ich so schnell Eine Kleinigkeit, alltägliche Elternfehler.
00:09:42: Irgendwie was kaputt machen und wir kommen auch im zweiten Party nochmal auf Elternfehle.
00:09:49: da gehen wir noch mal drauf ein.
00:09:51: ich möchte jetzt nochmal kurz auf die Elternängste sozusagen eingehen aber wichtig ist es für mich herauszufinden woher kommt das also der gesellschaftliche Druck vergleich mit anderen Eltern.
00:10:03: auf dem Spielplatz stellen sich nicht viele Mütter und Väter hin und sagen, ja ich mach das vielleicht nicht so gut.
00:10:09: Hier gibt es Konflikte da gibt's das sondern es werden wirklich häufig diese positiven Erlebnisse berichtet.
00:10:14: Ach meiner kann schon!
00:10:16: Kann deiner auch.
00:10:17: also diese Vergleiche und dann diese Flut an Erziehungsratgebern und Informationen dar gegebenenfalls mal einen Stopp reinzunehmen wenn ich irgendwie dreißig bedürfnisorientierten Accountsfolge zu schauen Tut das mir denn überhaupt gut?
00:10:36: Das
00:10:36: verändert dich ja auch, wie du eigentlich jetzt bist.
00:10:40: Und jetzt ist es ja so dass die eine Mutter von Natur aus oder von der Persönlichkeit her einfach schon in ruhigeres Wesen gelassener ist.
00:10:50: Jetzt gibt's hier aber auch die temperamentvolleren Mütter und wenn du da so die ganze Zeit guckst konsumierst, wie du zu sein sollst und was dir da besser ist.
00:11:07: Dann bist du ja auch irgendwie bis zum gewissen Grad nicht mehr du?
00:11:10: Und das hatte ich in meinem Erziehungsratgeber miteinander sprechen mit einer Wachsend eigentlich immer wieder versucht zu erklären dass jede Familie einen individuellen Weg finden muss eine eigene Form Wie sie kommunizieren und Du hast gesagt temperamentvoll.
00:11:25: es gibt Familien die sprechen lauter lebendiger.
00:11:30: Und den ... zu erklären, jetzt musst du ganz ruhig sagen was
00:11:34: brauchst du gerade?
00:11:36: Hustes
00:11:37: Maximilian.
00:11:40: Das ist einfach nicht... das ist etwas aufgezwungenes und es wird nicht lange halten.
00:11:45: Es bricht zusammen.
00:11:46: Es geht darum zu schauen dieses intuitive, was du meinst die intuitive Elternrolle, die intuitive Elternstimme.
00:11:54: Die ist ganz toll und durch genau diese Themen wie diesen erhöhten Ansprüche Ängste, diese Kritiker der Gesellschaft gesellschaftliche Druck, wird die immer leiser gedreht.
00:12:04: Die Eltern spüren sich vielleicht zum Teil gar nicht mehr weil sie sagen, ich sage Sie mir doch bitte was zu tun ist.
00:12:11: Ja aber es ist jetzt ein Fehler wenn ich das mache.
00:12:13: Was denken Sie denn?
00:12:15: Wie würden Sie dann reagieren, wenn alle Menschen um Sie herum, wenn diese Gesellschaft weg wäre, wenn dieser ganze Instagram oder Social Media Info Flut... wie würden Sie reagieren auf ihr Kind?
00:12:29: und haben wir so die Rohversion und viele Eltern sagen aus dem Bauch gefiel heraus, ich würde das und dass tun.
00:12:35: Ist es schlimm?
00:12:37: Ist es schon übergriffig?
00:12:39: Nein!
00:12:39: Sie würden zum Beispiel.
00:12:41: Eltern haben häufig Angst gerade wenn sie sich mit diesen Themen beschäftigen, das Thema Grenzen setzen.
00:12:50: Grenzen darf man da schon sagen.
00:12:53: Erziehung des Wortes darf man das schon sagen.
00:12:55: also die kritisieren sich permanent sind in so einem Hamsterrad gefangen, können sich das nicht abschütteln und liegen dann mit ihren Ängsten im Bett.
00:13:05: Ich kann dir vielleicht noch ein Beispiel sagen was auch natürlich ein Entstehungsgrund ist.
00:13:11: es sind vielleicht auch die eigenen Kindheitserfahrungen aus den eigenen Kindheit Erfahrungen Ängste zu haben Glaubenssätze zu haben die dann dazu führen dass du mit deinem kind ganz anders umgehst.
00:13:24: Ich hatte zum Beispiel eine Mama, ich verändere ja immer Namen und die ganzen Geschichten.
00:13:28: Also keiner wird sich da von meinen Patienten wiedererkennen.
00:13:33: Da ging es darum dass sie zu mir kam mit ganz vielen Ängsten.
00:13:37: Sie hatte so ein Tagebuch dabei wo alles aufgeschrieben war was ihr alles auf falsch macht und das sie ganz große Angst hat dass sie jetzt den Kindern schadet.
00:13:48: Wir haben dann erst mal ganz viele Sitzungen gehabt und dann erarbeiten können, dass es aus ihrer eigenen Kindheit kommt.
00:13:56: Also so unbewusste Muster tief aus der eigenen Kindheid.
00:14:01: Und immer wenn ihre Kinder zum Beispiel ein Kind war in der Autonomiefase zweieinhalb drei Jahre und wollte seinen eigenen Weg gehen und hat man nein gesagt.
00:14:11: und jetzt mache ich mein eigenes Ding.
00:14:14: Immer wenn sie auf Widerstand gestoßen ist Wenn das Kind nicht gesagt hat, du bist die tollste Mama der Welt oder wenn das Kind nichts getan hat was sie wollte.
00:14:24: Ging bei ihr so gefühlt eine innere Schublade auf mit Gedanken, Erinnerungen und Gefühlen aus der eigenen Kindheit?
00:14:31: Die dann dazu geführt haben dass sie so überwältigt wurde von diesen Gefühle aus der eigentlichen Kindheit Dass sie ihm hier und jetzt Mit dem Kind ganz anders umgegangen ist, ganz schroff und perfektionistisch.
00:14:44: Und kontrollierend.
00:14:45: Das hat sie total unglücklich gemacht.
00:14:48: Wir haben das irgendwann herausgearbeitet.
00:14:50: Es ging darum, dass sie einen Glaubenssatz hatte.
00:14:52: Ihre eigenen Eltern waren sehr leistungsorientiert.
00:14:56: Anerkennungszuwendungen gab es nur durch Leistung.
00:15:00: Auch Sport und Schule war wirklich Nummer eins.
00:15:05: Sie hatte ... das im Kopf, dass sie sagt ich bin nur gut wenn ich also oder ich bin etwas wert.
00:15:14: Wenn ich etwas leiste, wenn nicht perfekt bin weil sie sonst keine Zuwendungen von ihren eigenen Eltern bekommen hat.
00:15:21: und so ist sie durch.
00:15:22: mit dieser Brille ist ja die Brille aufgesetzt.
00:15:25: Ich muss ich muss mir die Liebe sozusagen erarbeiten.
00:15:30: Und so ist sie mit dieser Brille durch die Gegend gelaufen, gerade als Mama.
00:15:34: Mit diesen riesen Rucksack an Eltern Ängsten, die man ja sowieso schon mit sich trägt plus die Glaubenssätze aus der eigenen Kindheit und hat natürlich dann bei ihren Kindern gemerkt... Oh Gott!
00:15:46: Es geht ja gar nicht.
00:15:47: Ich kann nicht perfekt sein, immer wenn mal da ein Widerstand kam oder der eigene Weg oder sonst was war diese Mama total überfordert und hat gesagt nein ich muss perfekt sein als Mama ich darf das nicht diesen Weg so gehen.
00:16:00: und es hat glaube ich ganz viel bewirkt als wir diese Glaubenssätze uns aufgeschrieben haben Rollenspiele in vielen Gesprächen dass diesen Kritiker den sie hatte entmachten konnten.
00:16:13: Und so konnte sie mit einer gewissen Leichtigkeit.
00:16:16: Natürlich bleibt das, ist es nicht so einfach.
00:16:18: Das kriegst
00:16:19: du ja wahrscheinlich nie ganz rausgewachsen.
00:16:20: Ganz raus vermutlich nicht.
00:16:22: aber man kann daran arbeiten an diesen inneren Anteil die im heutigen in meiner heutigen Beziehung noch wirken und dass wird häufig auch.
00:16:30: diese Muster aus der eigenen Kindheit werden durch die Geburt zum Teil aktiviert.
00:16:36: Und das ist mal ganz schön.
00:16:40: Schauen kann und sagen kann, das kommt aus meiner Kindheit.
00:16:43: Aber ich kann was tun!
00:16:44: Ich bin nicht hilflos und ohnmächtig.
00:16:47: Ich kann diese Sachen noch überarbeiten.
00:16:50: Und das finde ich ganz
00:16:51: wichtig.".
00:16:51: Das
00:16:51: ist auch, was ich eingangs meinte mit Eltern.
00:16:53: gut weil... ...das ist auch etwas wo ich mich ertappe.
00:16:58: Manchmal haben wir so ein Alltagssituation.
00:17:02: Mir fällt jetzt gerade irgendwie gar nichts Greifbares ein.
00:17:05: Keine Ahnung, ich sag zum Beispiel Carlo Di Klamotten nach dem Kindergarten, die dreckig sind.
00:17:11: Bitte nicht einfach auf den Boden pfeffern!
00:17:13: Zieh die doch außen, packt sie eben in die Waschmaschine oder in den Wäschekorb.
00:17:18: und es gibt so Tage da macht das mich... Da verspüre ich richtig eine Wut dass er das nicht macht.
00:17:24: Da denke ich wieso?
00:17:26: Herr Gott du läufst doch eh am Bad vorbei.
00:17:28: Ich habe kein Bock dir das jeden Tag zu sagen.
00:17:31: Ich weiß also meine Wenn ich kurz drüber nachdenke weiß ich Das ist jetzt einfach weniger Arbeit, weniger Konflikt und auch weniger Aufregung für mich wäre.
00:17:42: Wenn ich es jetzt einfach mal liegen lasse wenn ich mich selber beruhigt habe und später dann zu ihm sage, guck mal, jetzt machst du aber erstmal hier die gebrauchte Unterhose unter die dreckige Jeans vom Kindergarten bzw.
00:17:53: Jetzt Schule bringst du jetzt bitte in die Wäsche!
00:17:56: Aber er muss es jetzt in diesem Moment, muss ich ihn mir holen?
00:18:00: Muss es ihm
00:18:01: zeigen?!
00:18:02: Und das ist so für mich zum Beispiel ganz unangenehme Wut wo ich dann manchmal denke, wo kommt die denn her?
00:18:09: oder es gibt auch Tage, wo man dann so denkt okay also ich komme jetzt von der Arbeit.
00:18:15: Jetzt sind die komplett ... Der Ressourcenrucksack vom Beiden ist komplett leer.
00:18:20: Die Wäsche einkaufen und dann denkt man schon manchmal Ich würde jetzt am liebsten laut schreiben wenn da noch zwei Geburtstage zu organisieren sind oder so, ne?
00:18:28: Dann denkt man, ich würde jetzt gerne einfach richtig laut schreien aber aus einer Wut raus!
00:18:33: Und ich finde das ganz unangenehm Und will das ja eigentlich auch gar nicht.
00:18:37: Ja und du hast es eigentlich super in deinen Eigensätzen schon erklärt, es sind manche Tage.
00:18:45: was ist an diesen Tagen anders?
00:18:47: Aber die überwiegen halt leider.
00:18:49: ich glaube ich spreche für viele Mütter oder auch Väter.
00:18:52: Das würde ich gerne denen.
00:18:54: vielleicht können wir irgendwas im Podcast auch sagen um es denen zu nehmen Die überwiegend.
00:18:57: Du liegst halt abends im Bett am Frühstückstisch sitzt du und unterhältst dich mit Freundinnen, mit deinem Partner.
00:19:04: Mit wem auch immer!
00:19:05: Und du fühlst dich als schlechte Mutter weil dieser eine blöde Tag oder dieser blöden Ausraster wo du ihn jetzt auf die Sekunde zwingen musst ist die dreckige Wäsche weg zu bringen der wiegt so viel mehr als irgendwie alles andere.
00:19:19: aber weil ja Kinder auch manchmal so sind dass sie dann irgendwie sagen Du bist so gemein jetzt muss ich das machen Und du dann denkst, hey siehst du eigentlich nicht was du bis hierhin alles schon nicht machen musstest und machen durftest.
00:19:32: Und an schönen Dingen irgendwie.
00:19:36: Aber das würde ich so gerne loswerden weil ich glaube diese Leichtigkeit wünschen wir uns ja alle.
00:19:41: Erstens muss man es vielleicht so ein bisschen auseinander halten.
00:19:45: einmal Du sagst zum Beispiel, wenn tausend Dinge anstehen.
00:19:51: Wenn ich super schon gestresst bin... ...wenn ich bei meinen Bedürfnissen Null Komma Null decken konnte, bin ich eher vielleicht dazu geneigt über zu reagieren auf irgendeine art und weise indem du vielleicht lauter wirst oder ihnen dazu bringst jetzt sofort irgendwas zu tun.
00:20:06: Obwohl, du weiß wenn du durchatmest und alles sich runter fährt und er geht kurz ins Zimmer dann kommt Kommt da raus und du besprichst es mit ihm dann klappt das ja.
00:20:14: Du weißt auch diese überreaktion führen ihr auch meistens nur zur Widerstand also macht das ja dann auch nicht.
00:20:19: Das heißt es geht dir erst mal darum.
00:20:22: Viele wollen des wort bedürfnis nicht mehr hören aber wir haben einfach psychologische grundbedürfnisse.
00:20:28: und wenn wir die vier Gläser sozusagen nicht füllen und wenn wir den ganzen tag gestresst waren dann kommen noch andere Themen dazu.
00:20:37: du bist im mental load Dann ist es natürlich völlig normal dass so impulsiv vielleicht reagiert um Und dann dir denkst am ende okay das wollte ich gar nicht.
00:20:49: Ich habe wieder überreagiert.
00:20:51: Wieso reagieren wir über ist, wenn wir eigene Themen haben.
00:20:54: Wenn wir gestresst sind Zeitmangel vielleicht aber auch Eltern die werden vielleicht auch zuhören die eine psychische Erkrankung haben und eigentlich kaum noch Ressourcen nach der Arbeit die dann sagen euch kann mein Kind gar nicht kobegleiten wie überschätzt denn die Kinder zum Teil auch?
00:21:10: Wir denken er könnte das schon oder manche Sachen.
00:21:13: das müsste doch jetzt schon funktionieren.
00:21:14: aber wir müssen es... Vielleicht noch fünfmal, sechsmal, siebenmal, achtmal noch sagen bis so diese neuronalen Fahde im Gehirn sozusagen sich gefestigt haben.
00:21:23: Dass sie eine Art von Automatismen oder Gewöhnungsfahde sozusagen etablieren.
00:21:30: und jetzt sagst du ich möchte auch nicht nur an die negativen Sachen denken.
00:21:35: Ich liege im Bett Du rahmst diese negative Momente ein wo du mal laut warst.
00:21:40: Und wieso aber nicht die positiven?
00:21:43: Wäre das eine Strategie dann machst du jetzt ab heute Abend.
00:21:47: Denkst du nicht mal an das, was schief gelaufen ist?
00:21:49: Sondern wenn du heute Abend im Bett liegst, dann denkst du dran.
00:21:52: keine Ahnung wie ihr schön Eis essen gewesen seid oder wie du mit ihm... Mit beiden... Keine Ahnung Mensch ärger dich nicht gespielt hast oder dich kaputtgelacht, dass getobt hast.
00:22:02: Also ich zum Beispiel für meine Strategien aus der Praxis ist
00:22:06: z.B.,
00:22:07: dass man sich gegenseitig am Tisch, am Abend-Tisch zum Beispiel, wenn man einen Abend essen möchte, sich gegensätzlich schöne Briefe schreibt.
00:22:14: drei Sachen, die man heute vielleicht erlebt hat.
00:22:18: Es müssen keine Kleinigkeiten sein, die einem gut getan haben.
00:22:22: Danke Mama dass du heute mir meinen Herzchen auf meine Hand gemalt hast als wir uns heute getrennt oder verabschiedet haben.
00:22:31: Ich finde es schön das du mich immer so anlächelst nach der Schule.
00:22:33: Das sind kleine Momente die man wirklich fokussieren kann um dann dieses Positiv Mindset zu Hause auch zu etablieren weil wir haben diese Ordner im Kopf und die Negativen werden schön ganz schnell sozusagen eingespeichert.
00:22:47: Und bei einer Kleinigkeit ploppt das auf, der Ordner alles fällt raus, der Rucksack mit diesen ganz schweren Bausteinen.
00:22:55: Auf einmal steht man da mit tausend Dingen, die man ja falsch macht.
00:22:57: Das heißt ich finde zum Beispiel wirklich schön diese schönen Briefe, die machen kann.
00:23:02: Ich hatte auch schon mit Patienten Eltern so Sachen gemacht wie dass man sowieso ein Plakat hat und alle schreiben mal irgendwie pro Tag, pro Woche mal irgendwie was rein zeichnet was rein klebt ein Bild rein.
00:23:15: Was denn alles schön gelaufen ist.
00:23:17: normalerweise wenn du jetzt an dein Zuhause denkst Du würdest auch nie wirklich super hässliche Bilder aufhängen als außer jetzt Du
00:23:25: hast einen schlechten Geschmack.
00:23:27: Ja, aber es geht darum eher so, dass du keinen anderen Blickwinkel fährst.
00:23:32: Aber du wirst nie irgendwie aufstehen und sagen ich werde jetzt meine Kinder fotografieren während sie weinen und dann hänge ich mir das auf und schau mir das jeden Tag an.
00:23:40: eigentlich sind wir mögen mehr positive Dinge also warum machen wir es dann gedanklich nicht anders?
00:23:47: Es ist eine Form von umdenken neu denken, vielleicht noch mal so ein paar Strategien mit reinbauen.
00:23:55: Wieso ist das so?
00:23:56: Aber ganz wichtig ist es wirklich für mich zu überlegen woher kommen meine Ängste also woher kommt diese Elternängste?
00:24:03: wann kommen sie in welchen Situationen und wie reagiere ich?
00:24:09: man kann zum Beispiel eine Woche auch mein Protokoll führen Kommt dass wenn ich immer unter Zucker bin weil ich den ganzen Tag nichts gegessen habe Es war z.B.
00:24:16: für mich so einer Erkenntnis wo ich mir dachte Ich werde jedes Mal Wenn ich aus der Praxis rausgehe, mir noch irgendwas auf die Hand nehmen bevor ich meine Kinder abhole.
00:24:26: Weil ich dann viel entspannter reagiere
00:24:29: wenn ich
00:24:30: irgendetwas einfach gegessen habe und mein Hungergefühl allein schon nicht da ist.
00:24:34: Es gibt Tage wo können wir die schwierigsten Situationen super meistern Weil wir auf unsere Bedürfnisse auf irgendeine Art und Weise keine Ahnung geachtet haben, die gestellt haben.
00:24:46: Und so Verhaltensstruktur also bzw.
00:24:48: so Muster zu erkennen wenn man so meine Woche Strichlisten führt wann kommen diese Ängste?
00:24:55: Zu welchen Uhrzeiten?
00:24:57: was denke ich das der Grund ist?
00:24:59: Hat das wirklich was mit meiner Kindheit zu tun?
00:25:02: Vielleicht hat's auch oft etwas mit dem aktuellen Verhältnis zu seinen Eltern zu tun, dass man sich so denkt.
00:25:08: Es gibt ja super viele Familien wo die Tochter der Sohn mit dem Vater keinen Kontakt mehr hat oder mit der Mutter und wenn man dann selber ... Ich kenn es aus einem Bekanntenkreis.
00:25:20: Wenn man dann selbst Kinder hat ist das ja das Ziel genau das nicht mit seinen eigenen Kindern zu haben.
00:25:27: Und ich glaube man isst dann so Man hat so Angst vor diesem Moment, dass es sich wiederholt vielleicht.
00:25:33: Natürlich!
00:25:34: Und das ist ja zum Beispiel diese tief verwurzelten Anteile wo ich dann sage die Ängste können aus der Kindheit entstammen und man hat große Angst und überkompensiert.
00:25:43: dann vielleicht, dass man sagt Ich möchte nicht wie meine Eltern werden.
00:25:52: diese ganzen Glaubenssätze oder was auch immer.
00:25:55: Ich möchte es an meine Kinder nicht weitergeben.
00:25:58: und dann kann man natürlich auch in so ein zu viel machen, in eine Situation kommen wo man dann sagt okay ich versuche alles perfekt zu machen und ich kontrolliere das soll bei mir und meinen Kindern nichts stattfinden.
00:26:10: ich habe ja schon einmal diesen Schmerz erlebt.
00:26:12: ich werde das noch mal erleben.
00:26:14: Das wäre aber wichtig dass man vielleicht diese Schemattha tieferen Muster, die sich unbewusst auch natürlich im Alltag zeigen.
00:26:25: Dass man denen so langsam bewusster werden kann.
00:26:28: Mir ist es immer am liebsten wenn man das irgendwie psychotherapeutisch macht dass man sich begleiten lässt Wenn man das Gefühl hat es könnte aus meiner Kindheit kommen ich habe da meine eigenen Themen.
00:26:38: Die wirken heute noch auf meine Kinder irgendwie aus oder haben irgendwie Einfluss
00:26:44: auf die... Auf unseren Alltag?
00:26:46: Dann finde ich schon gut, gerade zum Beispiel Schematherapie ist ganz toll.
00:26:49: Die arbeiten mit Anteilen und unbewussten Vorgängen.
00:26:53: Die machen das bewusster.
00:26:55: man sieht dann ach was kann denn ... Was sind es denn für Ängste woher kommen sie?
00:27:01: Was mir auf jeden Fall noch wichtig war ist dass man selbst Reflexion sich die Zeit nehmen sollte Also dieses am Abend im Bett liegen und grübeln, dass man die natürlich auch für eine gewisse Zeit für sich selbst nutzen kann.
00:27:18: Und zu sagen statt über die negativen Themen zu grübeln was ist es denn jetzt?
00:27:23: Woher kommt das Thema?
00:27:25: Lösen das meine Kinder aus?
00:27:28: Wann kommen die Themen?
00:27:29: Was brauche ich damit es vielleicht in den nächsten Tagen anders wird?
00:27:35: Möchte ich mal einen neuen Weg ausprobieren?
00:27:38: Das ist super schwierig!
00:27:40: Wenn ich den Eltern das vorschlage, dann sagen die immer wenn ich sie nicht eng begleitet.
00:27:45: Dann ist es sehr schwer aus Altenmuss dann
00:27:48: rauszukommen.
00:27:49: und neue Wege auch neue Kommunikationswege.
00:27:52: also wie haben vielleicht deine Eltern mit dir gesprochen?
00:27:57: was habe ich übernommen?
00:27:58: Und was gebe ich weiter?
00:28:00: Das braucht Begleitung, da braucht man Zeit für... Auch wenn es eine kurze Zeit ist.
00:28:06: Also wenn du dir fünf Minuten am Tag nimmst und reinschreibst vielleicht auf einer Seite was ist denn wirklich alles gut gelaufen?
00:28:12: Was habe ich ganz toll begleiten können?
00:28:14: Und wo sind vielleicht auch noch meine aktuellen Schwierigkeiten oder die Herausforderungen im Alltag um dann das zu bearbeiten?
00:28:25: Genau!
00:28:25: Das finde ich erstmal...
00:28:28: Also nachdenken im Bett ist nicht grundsätzlich schlecht
00:28:31: Nicht schlecht, wenn's produktiv und konstruktiv.
00:28:34: Wenn man da irgendwie ran gehen kann dann ist es natürlich sinnvoll.
00:28:37: Du hast eben... Von so vier Gläser angesprochen, da war ich jetzt kurz verwirrt.
00:28:41: Was für vier Gläsern?
00:28:42: Die Viergläserwein, die man sich abends
00:28:44: fein pfeifen soll!
00:28:45: Ich denke mal alle wissen wovor nicht reden... Vier Gläser sind diese Bedürfnisgläse.
00:28:50: Es geht um nach Grave haben wir viel Grundbedürfnisse.
00:28:54: Da geht es um Bindung, um Selbstwertsteigerung Lustgewinn und Lustvermeidung Und natürlich Kontrolle und Orientierung.
00:29:02: Wenn ich den ganzen Tag zum Beispiel Keine Kontrolle hatte.
00:29:08: Ich war auf der Arbeit und meine Bedürfnisse sind da total geschwächt, ich komme mit leeren Bedürfsgläsern nach Hause ... Und dann kommt noch mal ein Kind?
00:29:20: Da brauchen die Kinder gar nicht viel machen!
00:29:22: Dann kann das natürlich explodieren.
00:29:24: Das ist wie mit meinem Unterzucker-Thema, wenn ich dich gegessen habe bin ich echt unerträglich und dass man dann schaut, dass die eigenen Gläser auch mal soweit es geht gefüllt werden.
00:29:36: zum Thema Eltern Angst was mir noch einfällt ist Wie sieht's in der Partnerschaft aus?
00:29:40: Wenn man in einer Partnerschaft ist Manchmal ist es auch so, dass man Ängste hat weil die zusätzlich vom Partner vielleicht auch zusätzlich gefördert werden.
00:29:50: man versucht zum Beispiel, wenn der Partner autoritär erzieht.
00:29:56: Und du möchtest es gar nicht als Mama und dann hat man noch große Angst.
00:30:02: Man versucht dann seinen Part vielleicht auch noch zu übernehmen.
00:30:05: Man hat Angst dass der Partner vielleicht was falsch macht.
00:30:08: und das Bedürfnis nach ich möchte, dass meine Kinder gut liebevoll bedingungslos geliebt werden sich wertvoll fühlen etc.
00:30:20: und der Partner ist vielleicht eine sehr, sehr strenger Gegenpart.
00:30:23: dann kann es natürlich nochmal die Eigenängste verstärken.
00:30:26: das heißt man muss sich mit sich selbst beschäftigen.
00:30:29: und auf der partnerschaftlichen Ebene wie gehen wir mit den Kindern um?
00:30:34: Und sich auch mal auszutauschen hast du denn auch ähnliche Ängste?
00:30:37: also ich bin durchaus so ne Mama die abends im Bett liegt.
00:30:42: Entweder war ein Tag einfach Scheiße, das wie du halt sagst es war viel zu tun.
00:30:46: Es war viel los und dann habe ich jetzt zwei Kinder die sind fünf und sechs Und mich zu sortieren Die Sorgen Gefühle oder jetzt gerade aktuell bei meinem Sohn der wurde eingeschult der neue Druck die neue Umgebung das alles aufzufangen da gibt's einfach manchmal Tage da merke Ich dass das nicht so gut funktioniert.
00:31:07: Aber die größte Angst die ich wirklich hab ist dass ich mit meinem Verhalten meinem Kind schon irgendwas mitgegeben habe.
00:31:14: Weil ich weiß, es ist eine Utopie irgendwie die stets gelassene lockere Easy-Mutter zu sein, die die Kinder später auch total cool finden und ... Die wär man halt gerne!
00:31:28: Und ich weiß auch selbst, das ist ein Ideal aber Ich bin... Das kann ich ohne wenn nun aber sagen dass ich abends im Bett liege und dann manchmal denke Da Carlo, der findet schlecht in großen Gruppen oder fühlt sich da immer sehr unwohl.
00:31:40: Dann denke ich, habe ich dem zu wenig Selbstbewusstsein gegeben?
00:31:43: Habe ich ihm zu viel abgenommen?
00:31:45: Und dann fange auch wirklich an Rückwärtsgerichte zu Leben für einen Moment und überlege, hab' ich ihn denn als er noch kleiner war und in der Autonomiefase ... habe ich ihm dazu viel abgenommen.
00:32:00: Es ist so eine wirkliche Kontrolle der Gegenwart, aber auch ein Sitzieren der Vergangenheit.
00:32:06: und ja... Ich hab die Ängste gerade aktuell.
00:32:09: wenn du danach fragst mein Sohn wurde eingeschult und da frage ich mich ... Also ich will jetzt gar nicht sagen stark gemacht das war nie meinen Ansinnen irgendwie so.
00:32:19: Du bist ein junger und du gehst da jetzt durch und so ne?
00:32:22: Aber Hält er den Stand und hat ja genug Selbstbewusstsein und genug Selbstwert immer in den richtigen Situation zu sagen, nein stopp ich bin Carlo.
00:32:33: Ich will das so und so ist es.
00:32:35: Ja die Ängste habe ich
00:32:37: aber Gibt dein Sohn dir dann auch die Rückmeldung, dass das so sein könnte?
00:32:43: Nee.
00:32:43: Das ist ja der Witz!
00:32:45: Der kommt
00:32:45: aus der Schule und ist total happy und ich sage wie warten deinen Tagen?
00:32:48: Er sagt Ja mega holen mich mal morgen zehn Minuten später vom Hort.
00:32:51: Ich weiß, dass ich das bin.
00:32:52: Genau also es ist eine Art Realitätscheck den man ja durchführen muss stimmen meine Gedanken.
00:32:57: Gedanken sind hier keine Fakten, das ist ja einfach von dir produziert.
00:33:02: Stimmen meine Gedanken mit denen Dinge überein, die auch wirklich im Alltag passieren.
00:33:08: Also was zeigt mein Kind für Verhaltensweisen?
00:33:09: Ist mein Kind wirklich dann schüchtern und zurückhalten und schafft manche Dinge Entwicklungsziele in dem Leben nicht und du machst sie dann daraus irgendwie die Gedanken?
00:33:18: oder ist das einfach es läuft alles ganz gut und Du hast halt permanent Angst weil Erziehungsfehler darüber machen sich super viele Sorgen dass sie sagen so einzelne Momente schaden meiner Beziehung.
00:33:30: Sichere Bindung, das können wir uns vorstellen.
00:33:32: ich hatte das gestern erst mit einem Patienten eigentlich.
00:33:35: Wir haben uns zu Fäden.
00:33:36: So oft wie er bei mir war haben wir uns Fäde umeinander sozusagen gesponnen und hatten so eine feste Bindung Und darüber haben wir da ein bisschen gesprochen.
00:33:46: was ist sichere Bindungen?
00:33:47: fühlst du dich eigentlich hier in der Praxis sicher?
00:33:51: Was müsste denn extremes passieren damit du damit das hier was wir haben unser Band was ja sichtbar war in der Praxis, weil wir haben uns das sozusagen spielerisch so ein bisschen erarbeitet.
00:34:03: Aber dieses unsichtbare Band die alle Eltern mit ihren Kindern haben ist stark elastisch und da muss schon etwas extrem dramatisches passieren um diesen dynamischen Prozess den man dahin hat diese Eltern-Kindbeziehung irgendwie auf Dauer langfristige Konsequenzen daraus ziehen oder schäten.
00:34:26: Man ja zum Beispiel sagen kann Erziehungsfehler kommen.
00:34:30: Man ist überfordert, man ist gestresst, Zeitmangel, eigenpsychische Themen und die kommen.
00:34:36: Und man hat sozusagen diese Gedanken.
00:34:41: jetzt habe ich heute so wie du sagst zum Beispiel hab ich ihnen nicht gut vorbereitet.
00:34:46: es gibt aber irgendwie gar keinen Beweis dass das so ist.
00:34:50: dann wäre es ja jedes mal sinnvoll zu sagen sind diese Gedanken vielleicht katastrophisierend?
00:34:56: Bin ich zu weit weg?
00:34:58: Das ist wie wenn man aus wirklich einem kleinen Thema was Riesiges macht und man muss es wieder einfangen.
00:35:04: Und sagen, ach guck mal Realitätscheck!
00:35:07: Mein Sohn schafft das ja alles eigentlich ganz gut.
00:35:09: also das heißt den Gedanken vielleicht auch mal aufzuschreiben wenn man die Sachen vor sich liegen hat dann sind sie nicht mehr so bedrohlich.
00:35:16: man hatte erst einmal aus den Gedanken raus man schaut und dann schaut man im nächsten Schritt realitäts check.
00:35:22: ist dieser Angstgedanke den ich hier habe Passt das auch wirklich hier mit meinem Kind?
00:35:28: Sollte ich wirklich was tun oder muss ich den irgendwie verwerfen versuchen, weil ich habe ja das Gefühl bei dir du hast so wirklich ein bisschen so Krübelmomenten.
00:35:38: Dann kommen ganz viele Ängste und die werden immer dramatischer und dann ist es hat er sehr mit der Realität gar nichts mehr zu tun.
00:35:45: Und ich muss sagen Eltern Fehler die wirklich zu einer Eltern-Kindbeziehung, also zu Schäden führen kann.
00:35:53: Die müssen wiederholt sein.
00:35:56: Also wiederhohlt immer wieder dieselben Verhaltensmuster, dieselben Kommunikationsstile zum Beispiel in sehr hacher Ton, emakritisierend abwertend und wenn du permanent da drin bist und wenn das Kind permanent in den eigenen Bedürfnissen, emotionalen Bedürfensten verletzt wird dann kann man natürlich auch schädigen.
00:36:17: aber Da muss man sich wirklich als Eltern schon anstrengen, um in diese Richtung zu gehen.
00:36:23: Ich sage jetzt wirklich anstrendend weil die normalen Themen, die man im Alltag hat, alltägliche Elternfehler keine Ahnung dann wurde ich halt mal lauter.
00:36:33: das zeigt ja auch dem Kind mein Mama ist ein Mensch.
00:36:37: Fehler gehören dazu.
00:36:39: eine positive Fehlerkultur ist ja auch schön dass die Kinder sehen Was wichtig für die Beziehung wäre natürlich, für eine sichere und gute Beziehungen ist.
00:36:50: Wie gehe ich mit Fehler um?
00:36:52: Was gibt es für Wiedergutmachungen?
00:36:54: Sie also entschuldigen drüber reden.
00:36:56: Man muss nicht nur... Entschuldigen ist auch eine Option.
00:36:59: aber Wiederguttmachung bedeutet nicht immer dass man sich entschuligt und dann ist die Sache gegessen sondern wirklich hingehen und sagen was ist in dir passiert.
00:37:07: Schau mal!
00:37:08: Es war heute ein wirklich anstrengender Tag.
00:37:12: Ich weiß hätte durchgeatmet, hätte ich ganz anders reagiert.
00:37:16: Es fällt mir super schwer gerade das.
00:37:20: Mein Bedürfnis war punk-punk-punk.
00:37:21: Dein Kind lernt einfach aus deinem Fehler wie man mit Fehler umgeht dieses Modell lernen.
00:37:26: Das ist so grandios.
00:37:29: viele Kinder oder nie viele würde ich jetzt nicht sagen dass wir jetzt übertrieben.
00:37:33: aber es gibt einige Kinder bei mir die wollen keine Fehler machen.
00:37:37: Die wollen perfekt sein und Fehler sind doof und man darf auch nicht verlieren.
00:37:42: Und dann sage ich, ich mag Fehler.
00:37:44: Wenn ich Fehler mache und wenn ich einen falschen Weg nehme, weiß ich den geh ich fahre ich morgen nicht mehr und dann weiß ich ach krass!
00:37:50: Ich hab was daraus gelernt.
00:37:52: Also das heißt für Eltern auch zu sagen, ich darf Fehler machen?
00:37:55: Ich sollte Fehler machen.
00:37:57: eine Erziehung, eine Beziehungsarbeit ohne Fehler gibt es nicht.
00:38:00: da ist sie Wissenschaft und die Psychologie und alles in sich einig dass wirklich Elternfehler ein Muss sind, wenn ihr das nicht macht Oder wenn wir das nennen, ich bin ja auch noch mal.
00:38:14: Dann würden wir den Kindern eine Welt erschaffen die nicht real ist, die nicht authentisch ist weil Fehler gehört dazu und ihre Freunde werden Fehler machen und sie müssen ja auch darauf
00:38:24: eingehen.
00:38:26: Und es ist so wichtig dass ich mir dann die ganze Zeit denke, dass viele einfach diese sichere Bindung unterschätzen, die entsteht.
00:38:39: Da müssen Eltern nicht ganz viel machen, man muss emotional verfügbar sein.
00:38:43: Genau was wichtig ist.
00:38:44: jetzt.
00:38:44: aber zum Beispiel wenn man Konflikte hat irgendwelche Fehler gemacht hat und du hast mal geschrieben Wenn du dich aus der Situation entziehst weggehst Dich umdrehst, emotional nicht mehr verfügbaar bist als Mama, als Papa sonstwas Und das Kind in dem Augenblick lern kann okay da ist was passiert.
00:39:02: wir sollten darüber reden Dann ist es ein bisschen schwierig, also dieses emotional vernachlässigen.
00:39:08: Oder es gibt Eltern die zum Beispiel ihre Kinder anspeigen Die Kinder machen Fehler oder sie machen Fehler und dann wird geschwiegen.
00:39:16: Also man spricht nicht darüber.
00:39:17: Kommunikation ist total wichtig dass man auch über Fehler spricht über Fehler Kultur spricht Und auch Dass man dem Kind zeigt wie man mit Konflikten umgeht.
00:39:29: also wir sind Vorbilder Wir können ja natürlich sagen Wir können den Kindern Strategien zeigen, unsere Bedürfnisse äußern.
00:39:37: Und das ist für mich total wichtig.
00:39:40: Weißt du was ich mich aber auch oft frage?
00:39:42: Also wir haben jetzt gerade... Ich nutze ja immer persönliche Beispiele um einfach die Fragen, die ich habe auch so ein bisschen zu erklären.
00:39:50: Ich hab manchmal so das Problem zu wissen, was es jetzt oder wie drücke ich's anders aus?
00:39:56: Ich mündse super viel auf mich!
00:39:58: Wie gesagt mein Sohn wurde jetzt eingeschult Und der hat irgendwie so ein Total-Strange in Perfektionismus.
00:40:04: Da sollte er, ich glaube es war die Zahl sechs, er sollte sein Alter aufschreiben.
00:40:08: Der hat diese sechs, ich glaub zwölfmal wegradiert weil sie ihm nicht schön genug war und dann ist das so... Ich nehme diese Situation, in der ich total ruhig und besonnen reagiert habe, weil ich hab halt gesagt Schatz wenn ich ne Sechs male, wenn sie da Papa malt, wenn Sie die Elise malt, jede Sex sieht anders aus!
00:40:24: Es gibt nicht die eine Sex.
00:40:27: Trotzdem
00:40:30: Obwohl ich denke, ich habe die Situation in dem Moment gut gehandelt.
00:40:33: Lege ich abends im Bett und sage ...
00:40:36: Schatz!
00:40:36: Wo kommt denn das jetzt her?
00:40:38: Habe ich den immer dazu gebracht, das Perfekte nur perfekt abzuliefern?
00:40:44: Alles was passiert, Münze ich und ich glaube das machen viele Mütter zumindest liest man das ja öfter mal auf Instagram.
00:40:50: Ich will hier auch nicht nur über mich reden, ich sammel ja so Themen die mir auffallen auf Insta und das ist eben eins.
00:40:56: Viele Müttern Münzen ja so jedes Verhalten irgendwie auf sich und versuchen zu ergründen und herauszufinden wo kommt es her?
00:41:03: Und bleiben wir bei dem Beispiel mit dieser blöden Sex.
00:41:07: da denke ich wo hat der das denn her?
00:41:09: Herr Gott schreibt eine Blöde
00:41:11: sechs.
00:41:12: Und gibt es die Hausaufgaben ab und gut ist?
00:41:15: Der ist da richtig dran verzweifelt, er hat mir auch so Leid getan, weil
00:41:18: er das so richtig
00:41:19: wut entbrannt auch radiert hat.
00:41:20: Ich gesagt habe Stopp!
00:41:21: So zerreiß' das Blattmoment.
00:41:22: beruhig dich ich halz fest du radierst dann üb die halt auf einem Nebenblatt oder ich weiß nicht wie.
00:41:28: gehen wir vor Carlo und dann lege ich trotzdem abends im Bett und denke wieder was hab ich getan dass er so is'.
00:41:35: Ich find's aber interessant dass wir eigentlich uns so auf diesen Podeststellen als Eltern und sagen, wir haben die komplette Macht darüber was mit diesem Kind passiert.
00:41:46: Also Temperament, irgendwelche anderen Einflüsse ... Die sind ja auch mit anderen Menschen in Kontakt und in Verbindung, Familien ergänzende Einrichtungen Kindergarten Schule sonstwas Freunde alle haben einen Einfluss.
00:42:01: natürlich hat die älterliche Erziehung einen großen Einfluß aber wir sind nicht diese einzelnen alleinigen Akteure in diesen ganzen Themen.
00:42:09: Wir spielen nicht auf ein Theaterstück ganz alleine, wir Eltern so.
00:42:13: Wenn wir es richtig machen, dann läuft's gut und wenn wir es falsch machen, läufts nicht.
00:42:16: Punkt!
00:42:17: So ist das nun mal nicht.
00:42:18: Er hat seinen Temperament, er hat eine Neigung zu... Und ganz ehrlich super viele Kinder gehen in die Schule und sind erstmal schauen bei den Nachbarn.
00:42:28: was machen sie denn so?
00:42:30: Was möchte meine Lehrerin von mir?
00:42:32: Das habe ich für einen Anspruch an mich.
00:42:34: Tausend Faktoren wirken darauf Warum er jetzt die sechs so geschrieben hat, wie er sie geschrieben hat?
00:42:40: Und gerade am Anfang wollen Sie vielleicht Sachen gut machen.
00:42:43: Dann gibt es Belohnungspunkte manchmal in der Schule, tausend Blöde-Stempel und so weiter und so fort.
00:42:50: Das heißt das kann auch dieser Belohnungsstempel dazu geführt haben dass er sich gedacht hat okay wenn ich die sechs super schreibe dann kriege ich auf jeden Fall morgens den blöden Stempel.
00:42:58: Vielleicht einen Stempeln Dass man damit umgeht, wie man mit seiner Frust umgeht.
00:43:03: ihnen begleitet das was wir gesagt du hast es ja super gemacht.
00:43:06: Du hast ihn ja begleitet der war frustriert.
00:43:08: Boah das stresst sich jetzt gerade total kann ich verstehen.
00:43:11: möchtest du eigentlich gerade daran weiterarbeiten?
00:43:14: Wollen wir uns einen Kakao grad mal machen?
00:43:16: für alle die keinen Zucker wollen gibt er auch.
00:43:18: Zuckerfreien Kakaos!
00:43:21: Wollen mir grade mal vielleicht eine Runde laufen?
00:43:23: Boah da ist toll... Die sechs können wir auch noch einmal schreiben.
00:43:27: Vielleicht braucht das Kind ja auch in dem Augenblick nochmal andere Bedürfnisse.
00:43:30: Weil wenn es sich so verkrampft, dann macht das ja keinen Sinn da weiterzumachen.
00:43:35: und dann sage ich mal so in eine Entspannungsposition außer die haben gefühlt sechstausend Hausaufgaben verstehe ich persönlich jetzt auch nicht.
00:43:42: ein Erstklässer dann irgendwie stundenlang an den Hausaufgammen setzen was so nichts sein soll.
00:43:46: nebenbei Ich habe mit ganz vielen Lehrkräften Kontakt.
00:43:50: aber dann jetzt nochmal zurück zu dir.
00:43:52: bist du wirklich?
00:43:54: stehst du allein Wenn wir dieses Theaterstück bei euch anschauen, stehst du da allein da und hast du wirklich die komplette Macht darüber was mit deinem Kind passiert oder nicht?
00:44:03: Ja ich denke es manchmal.
00:44:05: Und deswegen ist halt die Frage zu relativieren und zu sagen Es gibt viele Einflüsse, es gibt viele einflussfaktoren und Ich bin ein Teil davon!
00:44:15: Ich gebe mein bestes und noch höhere Ansprüche dieser Kritiker den Du ja irgendwie extrem hörst.
00:44:21: na du hast das So eine Schuldfrage immer wieder.
00:44:25: Schuld ist im Raum und dann funktioniert gar nichts mehr.
00:44:30: Aber wie schaffen Eltern das, denen es genauso geht?
00:44:33: Wann ist ... Wo sagst du hier ist der Moment da sind die Ängste jetzt wirklich zu dolle.
00:44:38: Das ist schon nicht mehr gesund, das ist nicht mehr normal.
00:44:42: Wie merke ich das?
00:44:42: als Mutter vielleicht auch oder als Papa?
00:44:45: also Die anderen Ängsten können wir eigentlich aus dem Vorlassen.
00:44:48: die erklären sich ja von selbst dass man auf einmal Angst hat vor total den seltenen Krankheiten oder dass man Angst hat Man steigt allein in den Flieger beim Kurztrip und kommt nicht mehr zurück.
00:44:59: Da weiß ich gar nicht, wie man sich davon freimachen kann?
00:45:02: Ich glaube die werden wohl immer existieren.
00:45:04: Das war mein Papa ja schon auch.
00:45:07: da kann man natürlich schauen wie.
00:45:10: das ist jetzt die Antwort auf deine erste Frage Wie belastend sind denn diese Gedanken?
00:45:15: Wie viel Zeit verbringe ich mit diesen Gedanken?
00:45:19: Kann ich mich davon lösen wenn ich eine Realitätscheck mache Geht das vielleicht ein Ticken besser?
00:45:25: Oder bin ich ständig damit, mich zu kritisieren, mich abzuwerten.
00:45:30: Mich in meiner Rolle als Mama schlecht zu fühlen nicht genug zu fühlten?
00:45:35: dann ist es natürlich irgendwann Zeit zu sagen okay vielleicht sollte ich mir professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und mich begleiten lassen rausfinden gemeinsam vielleicht erarbeiten.
00:45:44: Woher kommen diese Ängste?
00:45:45: woher kommen die Gedanken Und wie gehe ich dann damit um?
00:45:49: Dafür gibt es da keine pauschalen Tipps und Tricks.
00:45:52: Wenn jemand auf Instagram erzählt, man könne ja mit irgendwie zwei Stunden das innere Kind heilen und was weiß ich, welche Workshops die dann sozusagen anbieten... Das ist nicht das Thema!
00:46:04: Da muss wirklich jemand professionelles Psychotherapeut abprobiert sich dann mit diesen Eltern hinsetzen und mal schauen, was sind das für eigene Themen, die dann aufkommen?
00:46:18: Und die zweite Frage, das ist jetzt total abgekoppt vom Thema weil es ja so ein bisschen um Ängste geht.
00:46:25: Hast du auch viele Eltern, die sich so verlieren in den anderen Ängsten?
00:46:29: Also dass sie irgendwie bei jedem Husten direkt googeln ... habe ich dies, habe ich jenes oder das Kind hat ein Pickel und die googlen direkt?
00:46:39: oh mein Gott was ist das für eine schlimme Krankheit.
00:46:41: Ich kam drauf weil ich hab mit einem Kollegen nämlich drüber gesprochen der dann sich zu mir rumdrehte im Büro und sagte sag mal Eddie geht es dir eigentlich auch so dass du bei der kleinsten Bronchitis wo man früher einen Tag gewartet habt, freitags wieder in den Club gegangen ist und dachte ja gut das ist am Montag schon vorbei und er sagte so Ellie gehts dir eigentlich aus?
00:47:03: seit ich Papa bin?
00:47:06: hab ich vor der kleinsten Brunschietis Angst, dass es irgendwas Schreckliches ist?
00:47:11: Dass das irgendetwas ist was mich aus der Welt holt sozusagen.
00:47:15: Also ich habe weniger Patienten die jetzt in diese Richtung gehen, dass sie sozusagen körperliche Krankungsängste haben sondern eher zum Beispiel Themen wie wenn ich sterben sollte.
00:47:26: Ich habe Angst irgendwie dass mir etwas passiert und ich sterbe irgendwie abrupt.
00:47:30: Was ist mit meinen Kindern?
00:47:32: können Kinder damit umgehen und so weiter, und sofort.
00:47:36: Das hab ich häufiger aber eher ... Also das was du erfragst nicht zu häufig.
00:47:42: Und auch da würde ich noch mal schauen wie sehr belastet mich dieser Gedanke.
00:47:46: also bin ich bei jeder Erkrankung gleich auf der Matte und sage oh mein Gott mir könnte etwas passieren.
00:47:51: Ich sterbe.
00:47:52: Ich Sterbe!
00:47:53: Das ist zum Beispiel auch so etwas wo ich dann sage dass könnte man auf jeden Fall auch in Richtung professioneller Abklärung ja eher einordnen.
00:48:04: Das würde ich so einfach nicht vermutlich laufen lassen, es ist auch mal gut wenn man Psychotherapeutin eine Psychotherapeute Sprechstunde mal in Anspruch nimmt und diese Sachen erklärt und erzählt.
00:48:14: dann kann man das einordnet und das hilft schon einem und Informationen darüber geben.
00:48:20: was ist das denn?
00:48:21: Ist das wirklich so dass du auch vor vielleicht den Kindern Ängste hattest ganz schnell krank zu werden oder an Krebs zu erkranken, bis von Arzt zur Arzt gelaufen.
00:48:33: Das ist ja dann noch mal eine Diagnose, die behandelt werden muss und die sich durch die Geburt der Kinder natürlich ein bisschen vermehrt zeigt.
00:48:43: Genau!
00:48:44: Also wenn man das jetzt einmal festhält können wir eigentlich sagen dass wir allen einen guten Job machen
00:48:50: auf jeden Fall
00:48:51: und dass wir einfach wenn wir jetzt so Tipps für den Alter geben wollen würden wir beide wäre das wahrscheinlich einfach die Gedanken versuchen, ich denke es ist harte Arbeit.
00:49:00: Aber abends oder wann auch immer man nachdenkt... Die einen machen es beim Frühstückstisch, die anderen eben abends im Bett, dass man versucht die Gedanken umzulenken und sich also nicht an den Situationen fest denkt, die jetzt schief gelaufen sind?
00:49:16: Auch wenn sie es vielleicht gar nicht sind aber man glaubt sie sind schiefgelaufen sondern guten Dinge denkt, die man mit seinem Kind erlebt hat.
00:49:23: Wäre das so eine Alltagsstrategie, die jetzt sofort umsetzbar ist für die Hörer?
00:49:27: Auf jeden Fall!
00:49:28: Also sowieso ein Tagebuch, dass wir erstmal die positiven Dinge, die im Alltag laufen, erst mal notiert finde ich gewisse Zeit.
00:49:34: Man kann natürlich auch die negativen Themen aufnotieren.
00:49:37: also diese Schreibtherapiesachen aus den Gedanken rausschreiben ist ja sowieso schon total hilfreich, um dann zu schauen Ich nehme mir dafür fünf Minuten nicht mehr die Stunde im Bett Weil in der Stunde im Bett habe ich jetzt sozusagen, möchte ich noch keine Ahnung ein Buch für mich lesen.
00:49:56: Bedürfnisse befriedigen so mein bedürfnis ist auch meine bedürft zu sehen.
00:50:00: weil genau aus dem Grund wenn man dann anfängt aufzuschreiben sollte man auch aufschreiben was wie man mit sich selbst umgeht.
00:50:07: ist man mit Sich selbst fürsorglich?
00:50:11: das sind viele Eltern nicht und das wünsche Ich mir dass man Dann auch reinschreibt Was macht Man Für.
00:50:16: Sich Selbst was läuft Denn gut Und dann wiederum vielleicht so fünf Minuten für einen Grübel Gedanken.
00:50:22: Aber dann schließe ich auch ab, ich setze mir ein Timer und denke darüber nach.
00:50:27: Komme ich auf eine Lösung?
00:50:28: Brauche ich Unterstützung?
00:50:30: Partner-Freunde?
00:50:31: Kann ich das jemandem ... Anvertrauen, vielleicht professionelle Unterstützung und dann ist gut.
00:50:36: Also so ein Tagebuch was es gut gelaufen mit den Kindern zum Beispiel aus sowas wie gesagt diese schöne Briefe nenne ich das.
00:50:43: Das ist immer auch etwas Schönes.
00:50:44: Und das hast
00:50:44: du glaube ich auch im letzten Podcast erwähnt als Aggressionen gegen glaub ich?
00:50:49: Wir
00:50:49: haben das doch damals in der Klinik gemacht mit allen Kindern am Abendtisch.
00:50:53: alle mussten sich gegenseitig drei gute Dinge die sie erlebt haben aufschreiben und es war immer ein sehr, sehr schönes miteinander.
00:51:03: Und das habe ich so von dort mitgenommen hab's auch in meiner Praxis gebe ich das gerne weiter.
00:51:08: Man muss auch dazu sagen man unterschätzt so ein bisschen die Kinder?
00:51:12: Kinder sind resilient und sobald man nicht irgendwie so dysfunktionale Verhaltensweisen zeigt sehr große Ängste hat und wiederholt jedes mal.
00:51:27: Also Fehler, die man als Fehler betitelt sozusagen.
00:51:30: Diese Sachen immer wieder wiederholt.
00:51:32: ist unsere sichere Bindung da, dass wir uns gegenseitig kennenlernen können mit unseren Kindern?
00:51:39: Die werden in jeder neuen Phase, die sie haben auch unsere Geduld vielleicht auf die Probe stellen.
00:51:45: Eine Autonomiefase, Fackelzahn, Pubertät und so weiter und sofort.
00:51:51: Und unsere Bindung wird aber ... Indem wir miteinander sprechen, in Verbindung bleiben.
00:51:59: Einfach nur mitwachsen!
00:52:03: Das heißt wenn ich glaube Fehler gemacht zu haben Hinsetzen mit dem Kind und sagen okay ich bin heute laut geworden zu dir Ich habe das gesehen Ich hatte so viel zu tun In der Arbeit Ich bin schon gestresst nach Hause gekommen.
00:52:15: Es war es nicht du?
00:52:17: Das war mein Zustand.
00:52:18: sozusagen Dass einfach auflösen Den Konflikt erklären, auflösen.
00:52:24: Das wäre jetzt so dein Tipp.
00:52:25: Reparatur und Wiedergutmachung nenne ich das immer.
00:52:29: Und es lernen die Kinder auch weil sie dann irgendwann aus diesem Modell lernen kommen und sagen Mama, ich hab grad die Tür zugeschlagen.
00:52:38: Es war mir alles zu viel.
00:52:40: Ich wollte nur sagen, dass hat mit dir nichts zu tun.
00:52:43: Es ist ja auch ein schönes Gefühl für dich.
00:52:45: Weil mein Kind lebt mich gerade ab oder möchte mit mir nichts zu.
00:52:50: Ihr lernt durch meine Verhaltensweisen, durch meinen Vorleben.
00:52:55: Dass es das auch irgendwann äußern kann und das ist so schön wenn man wirklich an diesen Kleinigkeiten arbeitet.
00:53:04: ich finde es auch wirklich wichtig zu überlegen wie viel Leichtigkeit bekommen wir in unseren Alltag?
00:53:13: Wir sind wirklich sehr... Wir haben sehr hohe Ansprüche.
00:53:16: die aktuelle.
00:53:17: Ich sag jetzt mal die Eltern, die ich sehe.
00:53:20: Die sind sehr bewusst neben viel wahr, fordern und fördern wo es nur geht und vergessen so ein bisschen auch.
00:53:29: Das sein vielleicht?
00:53:30: Ja!
00:53:31: Und das ist...das fehlt mir so ein bissel.
00:53:33: Wo ich mich dann denke, ich hatte letztens auch Patienten, wo ich dann gesagt habe, oh, das klingt alles so viel was sie da tun.
00:53:42: Was bräuchten Sie gerade hohe Zeit?
00:53:45: Und was wäre, wenn sie sich diese Zeit nehmen?
00:53:47: Aber das geht nicht.
00:53:49: Warum nicht?
00:53:51: Dann führt man langsam dahin, dass man auch Sachen, die vielleicht noch gar nicht auf der Agenda stehen, sich die Zeit nehmen und alle Termine absagen für die Woche nachmittags einfach mal mit den Kindern.
00:54:01: gerade jetzt, wenn die kuschelige Zeit kommt so im Herbst sich die zeit nehmen und einfach mit den Kindern Sachen machen flexibel sein.
00:54:11: Das fehlt mir ein bisschen.
00:54:12: gerade deswegen wünsche ich mir... dass wir da viel mehr Eltern erreichen, die dann doch mehr entquatscht und spiel- und spaß investieren.
00:54:19: Und
00:54:20: ihre Gedanken natürlich auch vielleicht begrenzten wenn man merkt diese Gedanken haben auch einen negativen Einfluss auf den Alltag.
00:54:28: Perfekt!
00:54:29: Ich danke dir.
00:54:30: Haben
00:54:30: wir irgendwas vergessen?
00:54:34: Das
00:54:34: ist ein Riesenthema, ne?
00:54:34: Ja.
00:54:35: Aber wir haben ja schon gute Tipps gegeben oder beziehungsweise du hast gute Tippes gegeben.
00:54:38: ihr lieben da draußen die zuhören er hat es geht nicht nur euch so es geht super vielen Eltern so.
00:54:43: es gibt mir so.
00:54:45: wenn's wenn ihr das Gefühl habt es ist zu viel dann sucht euch Unterstützung dann guckt zu wem könnt ihr gehen?
00:54:52: wer hat Zeit für euch?
00:54:54: mit wem fühlt ihr euch wohl?
00:54:55: redet darüber?
00:54:56: und ansonsten wenn es noch für euch in einem normal oder erträglichen Rahmen ist, der das Familienleben nicht so sehr beeinflusst.
00:55:04: Dann kehren wir doch einfach – fangen wir direkt heute Abend damit an – die Gedanken ein bisschen um und überlegen was war alles cool?
00:55:11: Was habe ich heute alles gut gemacht?
00:55:13: Und achten ganz besonders darauf, was auch wir brauchen, um Leichtigkeiten der Familie zu spüren!
00:55:20: Oder?!
00:55:21: Ja.
00:55:21: Gut, dann war's das!
00:55:22: Ich danke dir!
00:55:23: Ich
00:55:23: dank dir, Hilal.
00:55:24: Vielen Dank für die vielen Tipps.
00:55:26: Wer mehr Infos möchte, ich verlinke Hilals Profil.
00:55:30: Der kann ihr folgen.
00:55:31: Da gibt es immer super gute Tipps zu hast auch Bücher zu den Themen.
00:55:37: Ein Erziehungsratgeber.
00:55:38: Genau,
00:55:39: Erziehungratgebern der heißt nochmal Sachen noch mal eben
00:55:41: miteinander sprechen und miteinander wachsen packe ich
00:55:44: euch auch drunter.
00:55:47: Wünschen wir euch jetzt noch einen schönen Tag und wenige, wenige Gedanken.
00:55:51: Wenige negative Gedanken?
00:55:59: Genau!
00:56:03: So machen was!
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